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Folge 36 von 53

Schwule Symbole im Film: Tiere und Jagd

Bevor es in den nächsten vier Wochen um einzelne Tiere geht, werden in dieser Folge allgemeine Symbole rund um Tiere, Jagd und Beute behandelt.


Nico und Dani auf Hasenjagd in "Krampack" (2000)

Tiere – und die animalischen Triebe

Seit Jahrtausenden sind Tiere Symbole für die Trieb- und Instinktnatur des Menschen, was sich seit der Antike gut belegen lässt. Es gehört zur langen Filmtradition, dass über Verhaltensweisen von Tieren – ähnlich wie in Fabeln – menschliche Eigenschaften, auch solche, die mit Sexualität zusammenhängen, ausgedrückt werden. Umgangssprachliche Bezeichnungen wie "rammeln", "vögeln" und "rudelbumsen" verweisen deutlich auf die angenommenen Parallelen zur Tierwelt. Die englischen Begriffe "pet" (= Lieblingstier) und Petting sind verwandte Begriffe. Die Redensart "das Tier im Mann" deutet oft auf Sex hin.

Schwule Animationsfilme – von einer Dandy-Katze bis zum Leder-Bären

Es gibt mittlerweile mehrere Animationsfilme, die schwule Geschichten von Tieren erzählen und bei der Parallelisierung von Schwulen mit diesen Tieren Elemente wie das Aussehen, die Größe und die Verhaltensweisen einbeziehen.

Der Film "Queer Duck" (2006) ist für Erwachsene konzipiert und zeigt das Leben der schwulen Ente Queer Duck, die mit dem Krokodil Openly Gaytor in einer Beziehung lebt. Ihre schwulen Freunde sind der Dandy Oscar Wildcat und der Bi-Polar-Bär, der gerne Leder trägt. Eine um Aufmerksamkeit buhlende Katze als Dandy bzw. Narzissten und einen Bären in Leder zu zeigen, ist anspielungsreicher Humor. Dieser Humor ist mit dem der US-Serie "Die Simpsons" nicht nur vergleichbar, sondern identisch. Das liegt daran, dass dieser Film aus der Feder des "Simpsons"-Produzenten Mike Reiss stammt. Weil bei den "Simpsons" als Tiere fast nur Hunde auftreten, werde ich später noch einmal auf diese Serie zurückkommen


Eine schwule Ente und ihre Freunde, die sich als "Village People" verkleidet haben, in "Queer Duck" (2006)

In dem Animationsfilm für Kinder "Ein Känguru wie du" (2021, hier online) reißen der Tiger Pascha und der Panther Lucky aus dem Zirkus aus, weil sie vermuten, dass ihr Trainer schwul sein könnte, und lernen unterwegs das sympathische schwule Känguru Django kennen. Ähnlich wie der Film beim Tiertrainer mit alten Schwulenklischees aufräumt (Weinen, das Verwenden von Parfüm und die Unfähigkeit, einen Ball werfen zu können) sind auch die Tiere klischeekonträr angelegt. Das boxende Känguru ist schwul und boxt sich "trotzdem" sehr "männlich" durch das Leben. Der Tiger und der Panther sind ja eigentlich Wildtiere, aber "trotzdem" Vegetarier. Ein neues Verständnis von sexuellen Identitäten und Ernährungsgewohnheiten bricht sich Bahn.


Ein schwules Känguru boxt sich in "Ein Känguru wie du" (2021) mutig durchs Leben

Redensarten und Metaphern

Nicht selten manifestieren sich Zuschreibungen und die damit einhergehenden symbolischen Bedeutungen von Tieren in Redensarten, die in einigen Filmen auch Schwule betreffen. Als "Kuckucksei" wird das vom Kuckuck im Rahmen des Brutparasitismus in fremder Vögel Nester gelegte Ei bezeichnet. Es kann auch als Metapher für etwas verwendet werden, was einem untergeschoben wird. Der deutsche Filmtitel "Das Kuckucksei" (1988) wird im Film nicht erklärt und hat mit dem englischen Originaltitel "Torch Song Trilogy" nichts zu tun. Vielleicht spielt der Filmtitel darauf an, dass sich das schwule Paar Arnold (D: Harvey Fierstein) und Alan um ein Pflegekind kümmert, das seine Familie nicht mehr haben wollte. Vielleicht verweist der Titel auch allgemeiner auf die problematische Stellung von Schwulen als "Fremde" in einer heteronormativen Gesellschaft oder speziell auf den Konflikt zwischen Arnold und seiner Mutter hin. Arnold muss sich als Schwuler in seiner heterosexuellen Familie wie ein "Fremdkörper" vorkommen, was – damals wie heute – eine Grundproblematik queeren Lebens ist.

Ein anderes Beispiel ist das "schwarze Schaf" der Familie, als welches sich der schwule El Nene in "Burnt Money" (2000) bezeichnet. "Felix" (2000) im gleichnamigen Film beschreibt den anstehenden Besuch bei seinem Vater mit der Bezeichnung "Höhle des Löwen". In allen drei Filmen wird – mit drei recht unterschiedlichen Tiermetaphern – eine ähnliche Problematik beschrieben.

Schwule sind manchmal auch "Sündenböcke", wie es in der Dokumentation "Homosexualität. Comeback des Hasses" (2015) und in einer Folge von "Queer as Folk" (Folge 3/9) betont wird. Einige Redensarten mit Tierbezug sind so bekannt, dass sie auch in variierter Form wiedererkannt werden, wie die Äußerung "Ich bin ein Wolf im Tuckenpelz" in "Abschiedsblicke" (1986).

Pornos mit "Alphamännchen" und "wilden Tieren"

Der aus der Verhaltensforschung an Tieren stammende Begriff des "Alpha-Männchens" wurde bei einem Titel ("Ass Fuckers. Alpha Males") und als Name eines Pornolabels ("Alphamales") in sexualisierter Form übernommen. Einige Pornofilme greifen in Titeln und Cover-Motiven die Vorstellung animalischer und wilder Instinkte von Männern auf ("Wie die Tiere", "Animal Factor"), wobei die angebliche Wildheit harmlos ("Wild & Black", "Boys gone wilde") und manchmal auch ironisch gebrochen erscheint ("Untamed" mit dem Bild einer Peitsche, "Sexy Beast", "Twinky and the Beast", "Animal Instinct").

Mit deutlicheren Bildern wird aber zum Teil auch dargestellt, dass sich Schwule beim Sex "wie wilde Tiere" benehmen ("Fist Animals", "Fucked like an animal", "Dirty Animals", "Wild Animals"). Dies kann manchmal mit Hörnern verdeutlicht werden ("The Beast Within"). Filme dieser Art, die People of Color auf "animalische" Triebe reduzieren, sind problematisch, weil sie als rassistisch wahrgenommen werden können, auch wenn sich dazu, ohne die Filme gesehen zu haben und die Hintergründe der Produktion zu kennen, nichts Dezidiertes schreiben lässt. Die betreffenden Filmcover dazu können jedoch die symbolische Bandbreite von Tieren bereits gut veranschaulichen.


Wo hört karnevalistisch wirkende Gesichtsschminke auf und wo fängt rassistische Tiersymbolik an? Die Cover von "Animal Instinct" und "Dirty Animals"


Jagd und Beute – Schwule gehen "auf die Pirsch" und wollen abschleppen

Jagdmotive waren zu allen Zeiten gut geeignet, um erotische Wünsche zum Ausdruck zu bringen und dabei trotzdem gesellschaftliche Tabus zu achten. Schon in der griechischen Antike wurde die Jagd mit einem männlich-homosexuellen Begehren verglichen und durch Gegensatzpaare wie Löwe/Reh und Wolf/Lamm dargestellt. Was sich vielleicht brutal anhört, entspricht der heutigen Sexualisierung der Sprache bzw. einem üblichen Jagdvokabular: Männer haben ein bestimmtes "Beuteschema", gehen "auf die Pirsch" und wollen "abschleppen". Man kann sich einen Mann "angeln" oder ihn auch "zappeln lassen". Ein solches sexualisiertes Vokabular ist mit traditionellen Bildern von "Männlichkeit" verbunden.

Schwule beim Jagen und Abschleppen

In vielen Filmszenen wird das Motiv unterhaltsam und spielerisch inszeniert: In "Brokeback Mountain" (2005) fängt Jack seinen geliebten Ennis mit einem Lasso ein und verdeutlicht so, dass er ihn für sich gewinnen und nicht mehr loslassen möchte. Das gleiche Motiv – das das "Einfangen" eines Mannes mittels eines Lassos ironisch mit dem Cowboy-Macho-Mythos verbindet – ist bei "Is it just me?" (2010) auf dem Filmcover zu sehen.


Jack macht in "Brokeback Mountain" (2005) einen guten Fang

Dieser spielerische und sexualisierte Umgang mit dem Motiv des Jagens, Fangens und des Erlegens von "Beute" ist vor allem bei Metaphern erkennbar. Auf dem Innencover der DVD von "Das Ende des Regenbogens" (1979) steht bezogen auf den Stricher Jimmy der Satz: "Doch bald schon durchstreift er wieder mit der robusten Eleganz eines Raubtieres sein Revier." In "Carnaval" (2011) heißt es zu Beginn einer schwulen Karnevalsparty: "Die Jagd ist eröffnet" und in der Serie "Cucumber" (Folge 4) wird nicht zu Unrecht betont, dass das Abschleppen eines anderen Mannes (ganz archaisch) einer "Trophäe" gleichkomme.

Auch die US-Serie "Queer as Folk" bietet gute Beispiele. So läuft Brian in der Schwulendisco Babylon einem Mann hinterher und spricht von einem "Ruf der Wildnis" (Folge 4/6). In einer anderen Situation wird Brian von Ben gefragt: "Willst du dir die Beute nicht greifen?" (Folge 5/5). In einem ähnlichen Kontext sagt jemand zu Brian: "Schnapp ihn dir, Tiger" (Folge 5/13). Brian ist aber nicht der Einzige, der abschleppt, und Emmett verweist auf die neue Konkurrenz: "Das Junge (Justin) hat dem Löwen (Brian) die Beute vor der Nase weggeschnappt" (Folge 1/20). Nur in seltenen Fällen haben solche Metaphern auch einen ernsten Hintergrund, wie in "The Mentalist" (4/21), wo der schwule Buchhändler Gabriel im Kontext von Missbrauch als "Raubtier" bezeichnet und damit indirekt kritisiert wird. In einer Rezension zum Film "Privatunterricht" (2008) wird der jugendliche und sexuell nicht gefestigte Jonas als "Beute" bezeichnet.

Der Name "Hunter" als Verweis auf sexuelles Jagen

Der geläufige Vor- und Nachname "Hunter" (Folge 15) kann als Jagdmetapher verwendet werden und mit dem Jagen von Tieren in Verbindung stehen. In diesem Fall wird auch die Stärke und Leidenschaft, die mit der Vorstellung eines Jägers verbunden ist, auf das Sexuelle übertragen (s. Urbandictionary). Die Übertragung dieser Bedeutung des "Jagens" auf Filmfiguren hat unterschiedliche Hintergründe: Im schwulen Vampirfilm "Love Bites" (1992) ist Jake Hunter als Vampirjäger unterwegs. In "Edge of Seventeen" (1998) lässt sich der Name "Eric Hunter" auch sexuell interpretieren. In der US-Serie "Queer as Folk" ist James "Hunter" Montgomery als Stricher (zeitweise) auf der Suche nach Freiern (ab Folge 3/8) und in der Komödie "Bathroom Stalls & Parking Lots" (2019) ist ein "Hunter" hinter Männern her. Erinnern möchte ich auch an den Schauspieler Arthur Andrew Kelm, der in den Fünfzigerjahren unter seinem Künstlernamen "Tab Hunter" ein Teenager-Idol war (queer.de). Die beiden Titel der Serie "Shadowhunters" (2016-2019) und des Films "Young Hunter" (2021) stehen zwar nicht in Verbindung mit Vornamen, können aber verdeutlichen, wie das Wort "hunter" metaphorisch in schwulen Filmen emotionalisiert und sexualisiert verwendet wird.


Das "Einfangen" eines Mannes mit einem Lasso in "Is it just me?" (2010) und eine Jagdmetapher, die schon im Filmtitel zum Ausdruck kommt: "Young Hunter" (2021)

Queere Menschen werden "geködert"

Aus dem Jagdvokabular stammt der recht neue Filmbegriff des "queerbaiting", den man mit "Ködern von Homosexuellen" übersetzen kann und der eine bestimmte Marketing-Strategie kritisiert. Dabei wird Homoerotik in Aussicht gestellt, dieses Versprechen aber nicht eingehalten. Der Begriff entstand Anfang der 2010er Jahre, lässt sich aber auch auf viele ältere Filme anwenden. Die Strategien und Definitionen unterscheiden sich im Einzelnen: Nach dem Filmlexikon der Uni Kiel werden Schwulen und Lesben bei diesem "Ködern" doppeldeutige Hinweise geboten, die "Verständnis" suggerieren, in den Filmszenen wird das Queere dann aber "abgewertet". Nach Wikipedia wird dabei auf schwule und lesbische Szenen in der Werbung hingewiesen, diese werden dann aber gar nicht dargestellt, und nach einem Artikel zum Thema "queerbaiting" auf queer.de versteht man darunter "meist" die Andeutung, eine Figur sei etwa schwul oder lesbisch, um sie später "zu einer 'traditionellen' Figur umzubauen". Was diese Definitionen eint, ist die Beschreibung einer Marketing-Strategie, die als unfair und doppelmoralisch kritisiert wird. Entsprechende Vorwürfe beziehen sich auf die Serien "Heartstopper" (s. queer.de), "Alles was zählt" (s. queer.de) und – nach dem Filmlexikon der Uni Kiel (s.o.) – auf die Serien "Sherlock" (ab 2010), "Supernatural" (ab 2005) und "Teen Wolf" (ab 2011).

Die Jagd auf Tiere als Parallele zum schwulen Sex

Die Jagd auf Tiere kann man auch als ein männlich-martialisches Ritual der Selbstbestätigung sehen. Die Filmszenen, die eine Parallele zur Homosexualität erkennen lassen, sind jedoch emanzipatorisch und zum Teil sogar recht unterhaltsam. Der Film "Ich liebe dich, ich töte dich" (1971) stellt durch Parallelschnitt zwischen Szenen, die einen Jäger zeigen, der ein Tier erlegt und einen Mann begehrt, eine deutliche Parallele her, wodurch der Geliebte zu einem "Jagdobjekt" wird. Das Jagen und Erschießen von Hasen wird in "Maurice" (1987) – ebenfalls durch einen Parallelschnitt – als eine homosexuelle Ersatzhandlung inszeniert. Es ist passend, dass die beiden jungen Männer Nico und Dani in "Krampack" (2000) nicht nur ein sexuelles Verhältnis haben, sondern auch gemeinsam auf Hasenjagd gehen, wodurch die Jagd zu einer sexuellen Metapher wird. In dem Gewehr, das Nico seinem Freund Dani auf die Schulter legt, lässt sich mit etwas Phantasie sogar ein Phallus-Symbol erkennen.

Die Jagd auf Tiere in "Latter Days" (2003) und in "Die Simpsons" (Folge 8/15) stellt den recht verzweifelten Versuch dar, Jungen von der (vermuteten) Homosexualität zu "heilen". In beiden Filmen wird diese absurde Vorstellung dadurch konterkariert, dass die Jagd nicht als "heilend", sondern als homoerotisch empfunden wird. Einen anderen Zugang zum Jagen bietet der Film "American Vagabund" (2013), der obdachlose schwule Jugendliche porträtiert, die von ihren Eltern verstoßen wurden. Einer von ihnen wollte als Kind mit seinem Vater nie auf die Jagd gehen, würde dies nun aber gerne nachholen.

Schwule werden wie Tiere gejagt und getötet

In "Plötzlich im letzten Sommer" (1959) geht es um den schwulen Sebastian, der am Ende des Films wie ein Tier gejagt und getötet wird (zur Filmszene und zum schwulen Subtext siehe die Dokumentation "The Celluloid Closet", 1995, 42:55 Min., hier online). Ähnliche Szenen mit einer Jagd auf Schwule sind auch in "Jagdszenen aus Niederbayern" (1969) und "The Wolves of Kromer" (1998) zu sehen. Der Filmtitel "Jagdszenen aus Niederbayern" ist als Beschreibung der Jagd von Menschen auf Menschen sogar zu einem geflügelten Wort geworden (Wikipedia). Mit der Frage "Bereit für deine erste Jagd, kleiner Wolf?" wird in "Lola und Bilidikid" (1999) der Überfall auf einen Schwulen eingeleitet. In "Cowboy" (2008) wird nach einem Tier in einer Falle anschließend gezeigt, wie Christian selbst in eine Falle gerät bzw. gejagt wird. In "Ein Kuss" (2016) wird Antonio bei der Jagd auf Tiere gezeigt und später, wie er seinen Freund Lorenzo erschießt, was als eine Parallelisierung angesehen werden kann.


Der Filmtitel "Jagdszenen aus Niederbayern" (1969) wurde zu einem geflügelten Wort für die
Jagd auf Menschen

Eine Parallele zu Tieren ergibt sich auch, wenn Schwule wie Tiere gehalten werden, wie in dem Science-Fiction-Film "We Are Animals" (2013), in dem an Aids erkrankte Schwule in einem Käfig gehalten werden. Besonders brutal sind Kriegssituationen, in denen Männer wie Frauen "Jagdobjekte" und "Trophäen" sind und als "Kriegsbeute" zur Vergewaltigung freigegeben werden – wie in "Katango" (1968), "Die 120 Tage von Sodom" (1975) und "Frauen im Foltercamp" (1980).

Das Jagen von Schwulen wie Tiere wird manchmal – deutlich abgemildert – auch durch Metaphern ausgedrückt. Für den Filmhistoriker Vito Russo ("Die schwule Traumfabrik", 1990, S. 155, 198) sind Homosexuelle für die Filmwirtschaft eine Art "Freiwild" und speziell von Hollywood "zur Jagd freigegeben". In einem anderen Kontext und einer anderen Zeit stammend, aber mit der gleichen symbolischen Bedeutung aufgeladen, wird in der Dokumentation "Homosexualität: Comeback des Hasses" (2015) die Frage gestellt: "Werden Homosexuelle wieder zu Freiwild wie im Dritten Reich?"

Pornos – Safaris in den Städten

Viele Schwulenpornos beziehen sich schon im Titel auf das "Jagen" nach Männern ("Bear Hunt", "Hunter Hunted", "Männer Fang"), so auch Jean Daniel Cadinots "Safari City". Die sexuelle Jagdmetaphorik bezieht sich manchmal nur auf relevante Körperregionen ("Cock Hunter", "Ass Hunter") und hat manchmal auch nur einen abstrakten Bezug, wie die Jagd nach einem Nervenkitzel ("Thrill Hunter"). Einige Männer werden im Rahmen einvernehmlicher Sexspiele wie Hunde an einer Kette gehalten ("Pledgemaster. The Hazing", "I just got dominated", "Zur Demut erzogen", "Sexx Pit").


Die Bärenjagd "Bear Hunt" und der Großstadtdschungel in Cadinots "Safari City"

Spannender als die Namen einiger Pornolabels ("Manhunter", "Men und Guy Hunter") ist der Umstand, dass mehr als 60 Darsteller den Namen Hunter führen, der in den USA ein häufiger Familien- und seltener ein Vorname ist und sich mit anderen anzüglichen Namensbestandteilen ("Adam Hunter", "Jack Hunter") oder mit teils markigen Symbolen ("Hunter Stone", "Rock Hunter") verknüpfen lässt.

-w-