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Los Angeles
Kultregisseur John Waters erhält Stern auf "Walk of Fame"
Hohe Ehre für John Waters: Der "Trash-Papst" erhält nächste Woche den 2.763. Hollywood-Stern.

John Waters hat es jetzt wirklich geschafft: Wie Billy Wilder, Elvis Presley und Lassie erhält er einen Stern am "Walk of Fame" (Bild: PEN American Center / wikipedia)
- 6. September 2023, 14:21h 2 Min.
Der schwule Filmregisseur, Autor, Schauspieler und bildende Künstler John Waters erhält einen Stern am berühmten "Hollywood Walk of Fame" in Los Angeles. Das teilte die Handelskammer Hollywood, die die Sterne seit den Fünfzigerjahren vergibt, am Dienstag mit. Waters erhalte die 2.763. Plakette, die am 18. September um 11.30 Uhr Ortszeit enthüllt werde. Als Gastredner*innen seien Promi-Fotograf Greg Gorman und die Schauspielerinnen Ricki Lake und Mink Stole eingeladen.
"John Waters ist seit vielen Jahren ein riesiger Teil der Popkultur", so begründete Ana Martinez von der Handelskammer die Entscheidung. "Als Regisseur hat er einige unserer historischen Lieblingsmomente im Film erschaffen und wir sind begeistert, ihn bei uns begrüßen zu dürfen."
Waters als Tabubrecher
Der 77-Jährige, der ein hauchdünnes Oberlippenbärtchen zu seinem Markenzeichen gemacht hat, gilt als notorischer Tabubrecher. Mit der Dragqueen Divine, die er aus Schulzeiten kannte, drehte er 1972 den schrillen Schocker "Pink Flamingos". Die berüchtigte Szene, in der Divine Hundekot verspeist, trug dazu bei, dass Waters den Titel "Trash-Papst" erhielt. Nachdem er sich 1981 in der Gesellschaftssatire "Polyester" über das amerikanische Vorstadtleben lustig gemacht hatte, prangerte der Filmemacher mit dem Filmmusical "Hairspray" 1988 auf sarkastische Weise Rassismus und Diskriminierung an.
Waters erhielt viele Ehrungen: Das Filmfestival von Locarno zeichnete ihn etwa 2019 mit dem Lebenswerk-Preis aus (queer.de berichtete). Das Academy Museum of Motion Pictures in Los Angeles widmet Waters zudem ab Mitte September eine große Show. Die Ausstellung "John Waters: Pope of Trash", mit mehr als 400 Werken aus seinem filmischen Schaffen, soll vom 17. September bis August 2024 in dem Museum zu sehen sein. (cw/dpa)
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