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Tatverdächtiger konnte fliehen

Berlin: Homophober Übergriff am Wittenbergplatz

Die Berliner Polizei meldet erneut einen offenbar homosexuellenfeindlich motivierten Übergriff, dieses Mal in Schöneberg.


Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagabend am Wittenbergplatz (Bild: Aazarus / wikipedia)

  • 8. September 2023, 12:07h 2 Min.

Ein Unbekannter soll nach Polizeiangaben am Donnerstagabend in Berlin-Schöneberg aus homophoben Motiven versucht haben, einen 37-Jährigen mit einer Flasche zu verprügeln. Dem bisherigen Erkenntnisstand und Aussagen eines Zeugen zufolge war ein das Opfer in Begleitung eines 36-jährigen kostümierten Mannes auf der Straße unterwegs, als er gegen 21 Uhr auf dem Wittenbergplatz von einem bislang unbekannten Mann homophob beleidigt und bedroht worden sein soll.

Der Tatverdächtige soll dem 37-Jährigen dabei sehr nah gekommen sein, so dass dieser ihn von sich stoßen musste. Der unbekannte Mann soll daraufhin zu Boden gefallen, sich wieder aufgerappelt und nun seine mitgeführte Glasflasche drohend in seiner rechten Hand gehalten haben. Dann soll er mehrfach versucht haben, den 37-Jährigen damit zu schlagen.

Verletzungen sollen nur verhindert worden sein, weil andere Passanten den Schläger umringten. Der Mann soll dann schließlich vom 37-Jährigen abgelassen und unerkannt in Richtung Budapester Straße geflüchtet sein.

Staatsschutz ermittelt

Die Ermittlungen wegen versuchter Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung werden beim Polizeilichen Staatsschutz des Landeskriminalamtes geführt und dauern an. Der Staatsschutz übernimmt in der Bundeshauptstadt stets Fälle, in denen Hasskriminalität als Motiv vermutet wird.

Immer wieder gibt es aus Berlin Berichte über queerfeindliche Übergriffe, da die Landespolizei mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik macht und diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit meldet. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*innen für LGBTI.

Zuletzt meldete der Senat einen steilen Anstieg bei den registrierten Fällen von queerenfeindlichen Straftaten (queer.de berichtete). (pm/dk)

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