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- 21. April 2006 1 Min.
Brüssel (queer.de) - Das belgische Parlament hat dem Adoptionsrecht für schwule und lesbische Paare zugestimmt. Gestern Abend votierte der Senat knapp mit 34 gegen 33 Stimmen für den Gesetzentwurf. Zwei Senatoren enthielten sich der Stimme. Im Dezember hatte bereits das Abgeordnetenhaus mit 77 Ja- gegenüber 62 Nein-Stimmen zugestimmt. Das Gesetz wird damit wahrscheinlich bis Ende des Jahres in Kraft treten. Derzeit dürfen nur Einzelpersonen oder "Paare unterschiedlichen Geschlechts" Kinder adoptieren. Die Senatoren hatten vor der Abstimmung, bei der der Fraktionszwang aufgehoben war, in einer drei Stunden langen Debatte Argumente ausgetauscht. Die meisten Sozialisten und Grünen stimmten für den Entwurf, die konservativen und rechtsradikalen Parteien votierten geschlossen mit Nein. Die französischsprachigen Liberalen wollten dagegen nur ein eingeschränktes Adoptionsrecht durchsetzen, bei der das Kind mit einem der Homo-Partner verwandt sein muss. Dieser Vorstoß wurde mit Stimmengleichheit abgelehnt. In Deutschland gibt es eine ähnliche Regelung, die Stiefkindadoption, die im Oktober 2004 von der rot-grünen Bundesregierung gegen den Widerstand der damals oppositionellen Union durchgesetzt wurde (queer.de berichtete). (dk)















Und ich stelle mir vor, dass ein schwul/lesbisches Ehepaar nun gerade in Ländern wie Rumänien oder China erhebliche Schwierigkeiten damit bekommen wird. Trotzdem oder gerade deswegen gilt es, das Recht auf Homo-Adoption in unseren fortschrittlichen Staaten zu verteidigen !