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- 21. April 2006 2 Min.
Kommentar: Der "sanfte" Papst erweist sich mit seiner jüngsten Weisung als schlechter Hirte.
Von Jürgen Friedenberg
Er wolle ein "sanfter" Papst und guter Hirte sein, ließ Benedikt XVI. zu Ostern verlauten. Wäre er es doch! Denn den Sanftmütigen gehört das Himmelreich, so Jesus in den Seligpreisungen. Doch kaum ist Ostern vorbei, zeigt der "Sanfte" von Rom unchristliche Härte: Keine Gottesdienste mehr im Zusammenhang mit dem CSD, so lautet seine Weisung an die Bischöfe und diese werden - manche vielleicht widerstrebend - dem päpstlichen Gebot voraussichtlich nachkommen.
Anstatt sich über jeden Menschen zu freuen, der (noch) in die Kirche geht, werden Schwule und Lesben wieder einmal ausgegrenzt. Und dies, obwohl der katholische Katechismus die Gemeinden ausdrücklich dazu auffordert, Homosexuellen mit Achtung zu begegnen. Kann es aber eine größere Missachtung geben, als Mitmenschen den Gottesdienst zu verweigern? Verhält sich so ein guter Hirte?
Anscheinend sieht Benedikt, der in jüngeren Jahren als ein Befürworter innerkirchlicher Erneuerung galt, bevor er dann später als Kardinal Ratzinger zum Wortführer der stramm-konservativen Katholischen Glaubenskongregation wurde, in seinen Glaubensbrüdern und Glaubensschwestern, die sich zur Homosexualität bekennen, so etwas wie räudige Schafe, vor denen die (angeblich) gesunde und ihrem Hirten gehorsam folgende Herde um Gottes Willen bewahrt werden müsse.
Diese homophobe Einstellung ist umso bedauerlicher, als sich der Vatikan dadurch aus der weltweit entbrannten Diskussion um eine zukunftsträchtige globale Werteordnung als seriöser Gesprächspartner von vornherein ausschließt.
21. April 2006
Mehr zum Thema:
» CSD-Gottesdienste bayernweit verboten (queer.de vom 20.04.06)















Gottseidank treten immer mehr Menschen aus diesem Verachtung prediegenden Verein aus.
Wenn die Kirche komplett leer sind werden die Katholiken im Vatikan vielleicht begreifen.