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Führungswechsel

Nico Hofmann tritt als Ufa-CEO ab

Nach fünf Jahren an der Spitze der Ufa tritt Nico Hofmann ab. Der offen schwule Manager hatte sich für mehr queere Präsenz in TV und Kino engagiert.


Nico Hofmann war fünf Jahre lang Ufa-Vorstandschef (Bild: Ufa GmbH)
  • 21. September 2023, 15:05h 2 Min.

Die Film- und TV-Produktionsfirma Ufa bekommt eine neue Leitung. Künftig werde Sascha Schwingel als Vorstandsvorsitzender die Geschäfte des Unternehmens führen, teilte die Firma am Dienstag mit. Damit folgt der Medienmanager auf den offen schwulen Filmproduzenten Nico Hofmann, der seit 2017 als alleiniger CEO an der Spitze stand. Der 63-Jährige bleibe aber als Chairman in der Geschäftsführung.

Die Ufa zählt zum Portfolio von Bertelsmann in Gütersloh. Auch die RTL Group ist Teil des Konzerns. Nach 26 Jahren bei Bertelsmann und acht Jahren an der Spitze der Ufa habe sich Hofmann dazu entschieden, die Führung weiterzugeben. Schwingel sei "ein kluger Manager mit hoher Reputation in der kreativen Szene", sagte der deutsche Produzent laut Mitteilung. Schwingel verantwortete bislang als stellvertretender Chief Content Officer von RTL Deutschland das Entertainment-Angebot von Sendern wie RTL und Vox sowie des Streamingdienstes RTL+.

Engagement für mehr queere Sichtbarkeit

Hofmann hatte sich in seiner Zeit als Vorstandschef auch für mehr queere Rollen in Film und Fernsehen engagiert (queer.de berichtete). Die Ufa setzte sich auch Diversitäts-Ziele (queer.de berichtete). In seiner Zeit entstanden Ufa-Produktionen wie die ARD-Serien "All You Need" oder "Eldorado KaDeWe – Jetzt ist unsere Zeit".

Der schwule Manager riet queeren Schauspieler*innen dazu, sich zu outen: "Man kann nur glücklich sein, wenn man zu seiner Sexualität steht und nicht ein falsches Leben aufrecht erhält", sagte er (queer.de berichtete). Auch politisch engagierte sich Hofmann: So kritisierte er vor rund drei Jahren, als der spätere CDU-Chef Friedrich Merz Homosexualität und Kindesmissbrauch in Zusammenhang brachte (queer.de berichtete).

2020 führte Hofmann die "Top 100 Out Executives"-Liste – also die Liste der offen queeren Manager*innen – an (queer.de berichtete). 2021 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet (queer.de berichtete). (dpa/dk)

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