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Paris Saint-Germain

Entsetzen in Frankreich nach homophoben Gesängen bei Erstliga-Spiel

Anhänger des Hauptstadtclubs PSG sangen am Sonntag minutenlang schwulenfeindlich gegen die Gäste aus Marseille an.


PSG ist der amtierende fanzösische Meister (Bild: jorono / pixabay)

  • 25. September 2023, 16:19h 2 Min.

Nach schwulenfeindlichen Gesängen während der französischen Erstliga-Partie zwischen Paris Saint-Germain und Olympique Marseille (4:0) am Sonntagabend hat die französische Regierung bestürzt reagiert. Von den PSG-Rängen aus waren die Marseille-Anhänger fast eine Viertelstunde lang mit homophoben Schimpfworten beleidigt worden.

Er sei sehr schockiert über die Gesänge im Pariser Prinzenparkstadion und werde den Liga-Verband mit Blick auf Sanktionen einschalten, sagte der Antidiskriminierungsbeauftragte der Regierung, Olivier Klein, am Montag. Es werde auch geprüft, ob die Justiz eingeschaltet wird. Klein veröffentlichte Videoaufnahmen der Szenen, in denen etwa Olympique-Anhänger als "Schwuchteln, Hurensöhne, Wichser" beschimpft werden. Das Ausmaß an Homophobie im Fußball sei nicht mehr tragbar, so Klein.

/ OlivierKlein93
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"Es ist undenkbar, dass wir solchen hasserfüllten und homophoben Gesängen auf unseren Tribünen taub gegenüberstehen", sagte Sportministerin Amélie Oudéa-Castéra am Montag. Unabhängig von der Rivalität unter den Clubs müssten solche Gesänge unerbittlich bekämpft werden. "Ich habe bereits gestern Abend dafür gesorgt, dass es eine entschlossene Antwort geben wird." Die Verantwortlichen sollten identifiziert werden und sich vor der Justiz verantworten müssen, damit sie aus den Stadien verbannt würden.

Wie die Sportzeitung "L'Équipe" berichtete, habe der Hauptstadtclub in einer Mitteilung "jede Form der Diskriminierung und insbesondere Homophobie" verurteilt. Auch einige PSG-Spieler fielen laut der Zeitung nach der gewonnenen Partie in unflätige, nicht aber homophobe, Gesänge ihrer Fans ein.

Laut einer Anfang September veröffentlichten Ipsos-Umfrage, die in Zusammenarbeit mit der Fédération Sportive LGBT+ durchgeführt wurde, geben 46 Prozent der Franzosen an, bereits Zeuge homophoben oder transphoben Verhaltens im Sportbereich geworden zu sein. Ebenfalls laut dieser Studie hat weniger als jeder zweite Franzose das Gefühl, dass etwas gegen Queerfeindlichkeit im Sport getan werde, und mehr als drei Viertel (78%) wünschen sich, dass in dieser Frage mehr Einsatz gezeigt werde. (dpa/cw)

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