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"Warum auch nicht?"

"Sehr modern": Uschi Glas freut sich über lesbisches Lindström-Liebespaar

Die deutsche Kultschauspielerin Uschi Glas findet es gut, dass im deutschen Fernsehen auch gleichgeschlechtliche Beziehungen behandelt werden.


Uschi Glas und Henrik Leonard Lansink zeigen in "Inga Lindström: Einfach nur Liebe" ihr schauspielerisches Talent (Bild: ZDF / Ralf Wilschewski)
  • 2. Oktober 2023, 09:20h 2 Min.

Schauspielerin Uschi Glas ("Zur Sache, Schätzchen", "Winnetou und das Halbblut Apanatschi") begleitet es mit Sympathie, dass im 100. "Inga Lindström"-Film am Sonntagabend zwei Frauen als Liebespaar im Mittelpunkt standen. "Ich bin natürlich kein 'Lindström'-Kenner, muss ich sagen. Aber mir ist das Buch sehr modern vorgekommen und in gewisser Weise sehr der Zeit geschuldet. Dass man sagt: Man muss sich jetzt auch mal öffnen dazu, dass es andere Beziehungen gibt. Nicht nur Mann und Frau, sondern eben gleichgeschlechtliche Beziehungen", sagte die 79-Jährige, die in dem Film Gaststar war, im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Uschi Glas weiter: "Ich habe das auch natürlich bemerkt, dass man eben nicht mehr verschweigt oder so tut, als ob es das nicht gäbe. Sondern dass man damit offen umgeht, dass es selbstverständlich Liebe zwischen gleichgeschlechtlichen Menschen gibt – und warum auch nicht?" In der am Sonntag im ZDF ausgestrahlten "Inga Lindström"-Romanze "Einfach nur Liebe" waren Mersiha Husagic und Xenia Assenza das Film-Paar, um das sich alles drehte: als Kindheitsfreundinnen, die sich nach langer Zeit wiedersehen und sich ineinander verlieben.

Lesbischer Lindström-Film mit guten Quoten

Der Lindström-Film war am Sonntag nach der "Tagesschau" die meistgesehene Sendung in der Primetime im deutschen Fernsehen: Laut GfK schauten 4,91 Millionen Menschen zu, was einem Marktanteil von rund 20 Prozent entsprach. Laut dem Branchendienst DWDL war dies die höchste Lindström-Reichweite seit März 2021.

Gleichzeitig sahen nur 3,78 bzw. 3,44 Millionen Menschen die gleichzeitig im Ersten ausgestrahlten beiden ersten Folgen der vierten Staffel von "Babylon Berlin". Dahinter folgten die Filme auf ProSieben ("The Ice Road", 2,11 Millionen Zuschauer*innen) und Sat.1 ("James Bond 007: Casino Royale", 1,49 Millionen Zuschauer*innen). Der "Lindström"-Film ist bis September 2024 auch kostenlos in der ZDF-Mediathek erhältlich.

Uschi Glas hatte sich in der Vergangenheit bereits für LGBTI-Rechte ausgesprochen. Bereits 2004 erklärte sie etwa im queer.de-Interview, dass sie das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare unterstütze. Die Gleichstellung wurde erst 2017 mit der Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben umgesetzt. (dpa/cw)

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