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Neue Staffel der Horrorserie

Chucky erobert das Weiße Haus

Erst Donald Trump, jetzt Chucky: Der amerikanische Regierungssitz kommt einfach nicht zur Ruhe.


Dem Weißen Haus bleibt auch nichts erspart… (Bild: Syfy / USA Network)
  • 4. Oktober 2023, 11:56h 3 Min.

Die dritte Staffel der Horrorserie "Chucky" wird am Mittwochabend in den USA anlaufen. Während Staffel eins vornehmlich in einem Vorort in New Jersey und Staffel zwei in einer katholischen Erziehungsanstalt spielt, treibt die Mörderpuppe in Staffel drei ihr Unwesen im Zentrum der Macht: im Weißen Haus. In den USA läuft die in Toronto gefilmte Serie gleichzeitig in den Fernsehsendern Syfy und USA Network sowie dem Streamingportal Peacock an. In Deutschland werden die Folgen stets mit einigen Monaten Verspätung im Pay-TV-Sender Syfy gezeigt.

In Staffel drei gibt es ein Wiedersehen mit dem jungen Liebespaar Jake (Zackary Arthur) und Devon (Björgvin Arnarson), die gemeinsam mit Mitschülerin Lexy (Alyvia Alyn Lind) erneut auf Chucky-Jagd gehen. Denn der Sohn des US-Präsidenten James Collins (Devon Sawa) wird mit einer sogenannten Good-Boy-Puppe gesehen. Handelt es sich hierbei um Chucky? Und wie kommt man als Teeanger aus der Vorstadt ins Weiße Haus?

Chucky im Oval Office

In einem Trailer wird gezeigt, dass Chucky im Weißen Haus wie in den ersten beiden Staffeln Amok läuft. Nicht fehlen darf natürlich auch eine Szene, in der Chucky im Oval Office auf dem Stuhl des Präsidenten sitzt.

Die Serie wird mit einem eigens produzierten Teaser beworben, in dem Chucky die neue Staffel in einer Pressekonferenz im Weißen Haus bewirbt – dabei erzählt er nicht nur, auf welchen Sendern die Serie zu sehen sein wird, sondern kündigt auch an, dass Washington "zerhackt" wird. Auf eine unliebsame Frage einer Reporterin reagiert er mit einem typischen Aggressionsausbruch.

"Chucky" war vom schwulen Autor Don Mancini entwickelt worden, der bereits für die Slasherhorror/Comedy-Filmreihe "Child's Play" (der deutsche Titel war ebenfalls "Chucky") verantwortlich war, auf der die Serie basiert. Der erste "Child's Play"-Film stammt aus dem Jahr 1988 und zeigt die Geschichte des Serienmörders Charles Lee Ray (Brad Dourif), der seine Seele mit Hilfe von Voodoo-Magie in die Puppe überführt, als er gerade im Sterben liegt. Insgesamt wurden bis 2019 acht "Chucky"-Filme gedreht – dabei gab es im Laufe der Zeit immer mehr queere Handlungsstränge.

Diese wurden in der 2021 gestarteten Serie weiter ausgebaut: "Chucky" dreht sich um den anfangs 14-jährigen schwulen Schüler Jake Wheeler (Zackary Arthur), der die Mörderpuppe auf einem Flohmarkt findet. Dabei wird insbesondere auch das Thema Mobbing behandelt. Bereits in der ersten Staffel wird die Beziehung zwischen Jake und dem Mitschüler Devon (Björgvin Arnarson) thematisiert (queer.de berichtete). In die Serie flossen laut Autor Mancini auch autobiografische Züge ein: So basiere die Figur Jake, deren sexuelle Orientierung von dessen Vater nicht akzeptiert werde, auf Mancinis eigenen Erfahrungen.


"Chucky"-Erfinder Don Mancini (li.) und Hauptdarsteller Zackary Arthur während einer PR-Veranstaltung (Bild: Chris Roth 1 / wikipedia)

Nach dem Erfolg von "Chucky" stehen Mörderpuppen in der US-Unterhaltungsindustrie wieder höher im Kurs: Im US-Kino feierte etwa "M3gan" Erfolge, eine weibliche Androidin, die wie Chucky eine Blutspur hinter sich lässt. Der Film ist insbesondere unter queeren Fans beliebt (queer.de berichtete). (dk)

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