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Größtes LGBTI-Filmfestival Deutschlands

Queere Highlights in Hamburg

Zum 34. Mal geht Mitte Oktober das queere Filmfestival in Hamburg an den Start. Dieses Mal steht das Event unter dem Titel "Trans* is beautiful!".


Szene aus dem Film "Le Paradis" alias "The Lost Boys" (Bild: HIQFF)
  • 7. Oktober 2023, 07:21h 3 Min.

Das 34. Hamburg International Queer Film Festival (HIQFF) wird vom 17. bis 22. Oktober in in den Kinos Metropolis, Passage, 3001, B-Movie sowie auf Kampnagel stattfinden. Danach wird eine Woche lang auch ein Online-Programm präsentiert. Der Kartenvorverkauf hat bereits auf der Website des Festivals begonnen.


Das Filmfestival fordert in diesem Jahr nachdrücklich das Recht auf körperliche Selbstbestimmung und solidarisiert sich mit der trans* Community. Mit dem Appell "trans* is beautiful" fordert das Team in diesem Jahr das Recht auf geschlechtliche Selbstbestimmung und setzt damit einen Schwerpunkt auf trans* und nicht-binäre Geschichten. Die Filmtage zeigen deshalb acht Filme, die von trans und nicht-binären Erfahrungen erzählen. Damit wollen die Veranstalter*innen auch auf die augenblicklich schwelende Debatte um Trans-Rechte eingehen: "Als besonders vulnerable Gruppe der LGBTIQ+-Community sind trans* Menschen weltweit täglichen Angriffen ausgesetzt und auch in Deutschland verläuft die Debatte über das mehr als überfällige Selbstbestimmungsgesetz oft respektlos und verletzend", teilte das Festival mit. Ein Highlight ist etwa das Drama "Joyland", das am 21. Oktober um 14 Uhr im Passage Kino läuft. Der pakistanische Film von Saim Sadiq gewann die Queer Palm und den Preis der Jury bei den Filmfestspielen in Cannes.

Als Eröffnungsfilm läuft "Orlando, Ma Biographie Politique" (Orlando, Meine Politische Biografie) von Paul B. Preciado am 17. Oktober um 19.30 Uhr auf Kampnagel. Der französische Film ist eine Adaption des Romans von Virginia Woolf. Orlando unternimmt eine Reise durch 400 Jahre englische Geschichte. "Länder, Zeit- und Geschlechtergrenzen werden dabei gekonnt ignoriert", erklärte das queere Festival. "So zeigt der Film auf inspirierende Weise, wie wichtig körperliche Selbstbestimmung ist."

Als letzter Film läuft am 22. Oktober die argentinische Produktion "Camila Saldrá Esta Noche" (Camila Comes out Tonight) von Inés María Barrionuevo um 20.30 Uhr im Metropolis. Der Film zeigt Camila, die mit ihrer Familie nach Buenos Aires zieht und fortan eine katholische Privatschule besuchen muss. Inmitten des
Erwachsenwerdens und familiärer Probleme versucht sie sich im neuen Umfeld zurechtzufinden und findet schnell Anschluss. Vor allem zu Schulkameradin Clara entwickelt sich ein besonderes Verhältnis. "Ein feministisches und empowerndes Porträt einer emanzipierten Jugend, die die Gesellschaft verändern möchte", so kommentierte das Festival.

Jedes Jahr gibt es einen Film, der sich unter anderem auch an Schulklassen ab Klasse 8 richtet. Diesmal ist das der hochgelobte Film "Le Paradis" (The Lost Boys) des belgischen Regisseurs Zeno Graton. Das Drama handelt von zwei Jugendlichen, die sich im Jugendarrest auf die komplizierte Reise einer heimlichen Liebe an einem Ort voller Regeln und Grenzen begeben. Für Klassen läuft der Film bereits am 12. Oktober, für das reguläre Publikum am 21. Oktober.

Nach drei Jahren Pause gibt es wieder Publikumspreise: Dieses Jahr können die Zuschauer*innen wieder ihre Lieblingsfilme wählen. Die Verleihung findet am 22. Oktober vor dem Abschlussfilm im Metropolis statt. Die Gewinnerpreisfilme der "Dokula", "Globola" und der "Ursula" erhalten ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro, beim Wettbewerb "Made in Germany" winken 500 Euro.

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Posted by Hamburg International Queer Film Festival on Thursday, September 28, 2023
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Das Filmfestival, das bis 2021 den Titel "Lesbisch Schwule Filmtage" trug, war 1989 von queeren Studierenden der Universität Hamburg ins Leben gerufen und hat sich seither zu Deutschlands größtem queerem Filmfestival entwickelt. Als eins der größten Filmereignisse Hamburgs ist es in der Festivallandschaft fest etabliert – sowohl regional und überregional, wie auch international. Es wird aus der Community heraus weitgehend ehrenamtlich organisiert und hat den Anspruch, "ein Forum für eine gesellschaftlich engagierte, diskussionswürdige und anspruchsvolle Filmkultur zu bieten". (cw)

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