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Antisemitismus?

Queer­freundliche Rapperin in der Kritik: Unterstützt Nura die Hamas?

Rapperin Nura schockierte am Sonntag mit einer "Free Palestine"-Botschaft – einen Tag, nachdem die Terrororganisation Hamas in Israel Massaker angerichtet hat.


Nura 2019 bei einem Auftritt in Berlin (Bild: IMAGO / Jan Huebner)
  • 9. Oktober 2023, 13:14h 2 Min.

Die bisexuelle Deutschrapperin Nura steht nach einer Instagram-Mitteilung in der Kritik, in der sie scheinbar die Terrorattacken der Hamas unterstützt. Die 34-jährige Berlinerin hatte am Sonntag in einer Insta-Story für ihr neues Album geworben und dabei auch ein Bild mit ihrer Crew vor einem "Free Palestine"-Plakat veröffentlicht.

Bei den Bild handelt es sich um einen Screenshot aus ihrem Video zur aktuellen Single "FUBU", das bereits vor den neuesten Gräueltaten der Islamist*innen aufgenommen wurde. Dass Nura aber am Tag nach dem Angriff der Hamas auf Israel diese Solidaritätsbotschaft schickt, wird von vielen Seiten verurteilt. Bislang sind in Massakern 700 Israelis getötet und mehr als 100 Menschen – darunter viele Zivilist*innen und Kinder – verschleppt worden.

Der konservative "Focus"-Kommentator Jan Fleischhauer erklärte auf X, dass Nura "einen Tag nach dem Massaker an hunderten junger Israelis Supportgrüsse nach Gaza schickt". Er kritisierte auch, dass Nura am Dienstagabend in der ProSieben-Show "Late Night Berlin" zu Gast sein sollte. "Aber klar, warum nicht ein wenig Judenhass promoten @ProSieben, auch das ist Vielfalt", so Fleischhauer.

/ janfleischhauer
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/ spd_nord | Kritik an der "Antisemitin" Nura kommt auch aus der SPD
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Inzwischen hat ProSieben reagiert und Nura ausgeladen. Der Sender löschte am Montagmittag alle Ankündigungen des geplanten Besuchs der Rapperin in sozialen Medien. Nura hat sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert.

/ DWDL
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Nura gilt als LGBTI-freundlich; 2018 war sie das Gesicht des CSD Berlin. Immer wieder setzte sie sich in Online-Botschaften für Akzeptanz ein. Letztes Jahr kritisierte sie etwa ihre Rap-Kollegin Haiyti, nachdem sie mit queerfeindlichen Äußerungen für Schlagzeilen sorgte. Auch im Songtext zu "FUBU", aus dem der "Free Palestine"-Screenshot stammt, setzte sie sich für marginalisierte Gruppen ein, darunter auch LGBTI. Wörtlich heißt es in dem Lied: "Komm mit Habeshas und Zulus, übernehm das Land, Nigga, Voodoo / Queer and Trans, BLM, keiner von uns kriegt was geschenkt / Setzen Trends, no Offense, jeder von euch will mit uns hängen."

Die Terrororganisation Hamas, die seit Jahren im Gaza-Streifen beherrscht, gilt nicht nur als extrem judenfeindlich, sondern akzeptiert auch keine queere Menschen. Offen zu seiner Homosexualität zu stehen, ist unter der Hamas lebensgefährlich. Letztes Jahr gab es einen Bericht, dass ein schwuler Palästinenser, der nach Israel geflohen war, von Islamisten ermordet worden ist (queer.de berichtete). (cw)

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