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Polizeibericht
Berlin: Jugendgruppe attackiert nichtbinäre Person
Erneut meldet die Berliner Polizei einen Übergriff, der offensichtlich aus Queerfeindlichkeit begangen wurde: In Charlottenburg gab es einen Übergriff auf eine nichtbinäre Person.
- 11. Oktober 2023, 10:24h 2 Min.
Unbekannte haben am Dienstagnachmittag in Berlin-Charlottenburg eine nichtbinäre Person attackiert. Gegen 15.15 Uhr soll die 35-jährige Person, die feminine Kleidung trug, an der Wilmersdorfer Straße Ecke Haubachstraße aus einer acht- bis zehnköpfigen Jugendgruppe heraus angesprochen, geschubst und mehrfach unter anderem auch homophob beleidigt worden sein, teilte die Hauptstadtpolizei mit.
Eine Zeugin sei auf die Auseinandersetzung aufmerksam geworden und dazwischengegangen. Die Jugendgruppe habe sich daraufhin in Richtung Richard-Wagner-Platz entfernt. Ein männlicher Täter habe dem Opfer im Vorbeigehen mit der Faust gegen den Oberkörper geschlagen und es homophob beleidigt. Die nichtbinäre Person wurde leicht verletzt. Eine ärztliche Behandlung lehnte sie ab. Die Ermittlungen wegen Beleidigung und gefährlicher Körperverletzung dauern an. Weitere Angaben zur Identität der Angreifenden machte die Polizei, wie in Erstmeldungen üblich, nicht.
Immer wieder gibt es aus Berlin Berichte über queerfeindliche Übergriffe, da die Landespolizei mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik macht und diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit meldet. Letzte Woche teilte die Behörde bereits den Übergriff einer Jugendgruppe auf ein schwules Paar mit (queer.de berichtete). Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*innen für LGBTI. (pm/cw)














