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Bayern

"Erster offen schwuler Bürgermeister Münchens": Dominik Krause nominiert

In München wird Dominik Krause wohl in Kürze zum Zweiten Bürgermeister gewählt. Seine Fraktion nominierte ihn fast einstimmig.


Dominik Krause wird wohl aufsteigen (Bild: X / Grün-Rosa Fraktion München)

Die Münchner Stadtratsfraktion von Grünen und Rosa Liste hat am Donnerstag ihren 33-jährigen bisherigen Vorsitzenden Dominik Krause (Grüne) für den Posten des Zweiten Bürgermeisters nominiert. Die bisherige Amtsinhaberin Katrin Habenschaden hatte am Tag zuvor ihren überraschenden Rückzug bekanntgegeben und wird fortan den Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit bei der Deutschen Bahn leiten.

Krause sei mit nur einer Gegenstimme gewählt worden, teilte die größte Fraktion im Münchner Stadtrat mit. Er werde damit im Fall seiner Wahl "der erste offen schwule Bürgermeister Münchens".

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"Münchens Reputation als weltoffene und tolerante Metropole stärken"

Als erste Reaktion auf seine Wahl erklärte Krause, er traue sich den Posten wegen des starken Rückhalts aus der Fraktion zu und wolle gemeinsam mit der grün-rosa Fraktion und "unserer Bündnispartnerin SPD/Volt die Arbeit für das sozial-ökologische Projekt fortführen und Münchens Reputation als weltoffene und tolerante Metropole stärken". In der Vergangenheit setzte sich Krause auch intensiv für queere Rechte ein – so besuchte er vor dem russischen Angriffskrieg mehrfach den CSD in Kyiw, um die LGBTI-Community in der Ukraine zu unterstützen. Seit langem ist er außerdem aktiv im Bündnis "München ist bunt".

/ GrueneRathaus_M
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Der studierte Physiker gilt als nicht besonders enger Vertrauter von Oberbürgermeister Dieter Reiter. Wiederholt hatte Krause als grün-rosa Fraktionsvorsitzender den Stadtchef von der SPD kritisiert. So warf er ihm kürzlich vor, dass sich der OB nicht mehr für grün-rote Stadtpolitik interessiere. Reiter stand im Sommer in der Kritik, weil er sich an einer queerfeindlichen Kampagne gegen eine Dragqueen-Lesung beteiligte (queer.de berichtete).

/ dominik_krause | Krause warnte auf X vor dem rechten Kulturkampf
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Im Münchner Stadtrat bilden Grüne/Rosa Liste und SPD/Volt seit drei Jahren eine Koalition, zuvor hatte die SPD mit der CSU zusammengearbeitet. Die grün-rosa und rot-purpurnen Fraktionen verfügen gemeinsam über 43 der 80 Sitze im Parlament. Der Juniorpartner der Koalition kündigte bereits laut SZ an, Krause wählen zu wollen: "Wir werden die Wahl von Dominik Krause mitgehen", erklärte SPD/Volt-Fraktionschef Christian Müller (SPD). (dk)

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