https://queer.de/?4730
- 27. April 2006 1 Min.
Frankfort, Kentucky (queer.de) - Die baptistische University of the Cumberlands wird wahrscheinlich den staatlichen Zuschuss in Höhe von elf Millionen Dollar (8,8 Millionen Euro) verlieren, weil sie einen Studenten wegen dessen Homosexualität zwangsexmatrikuliert hatte. Die Hochschule hatte Anfang April den 20-jährigen Jason Johnson hinausgeworfen, weil er sich als schwul geoutet hatte (queer.de berichtete). Das hat eine Debatte über die finanzielle Förderung der Privatuniversität ausgelöst, die allerdings vorige Woche von Ernie Fletcher, dem republikanischen Gouverneur des Staates Kentucky, genehmigt worden war. Der demokratische Justizminister Greg Stumbo bezweifelt allerdings, ob der Zuschuss vor Gericht Bestand haben würde: "Es ist zu betweifeln, dass unsere Verfassung das zulässt", so Stumbo zur Zeitung "Herald-Leader". Eine Klage gegen die Hochschule ist bereits eingereicht worden. Der exmatrikulierte Student Johnson sollte eigentlich nach seinem Rausschmiss in allen Fächern die Note "ungenügend" erhalten. Nach öffentlichen Protesten erlaubte die Hochschule dem Studenten, Hausarbeiten einzureichen, nach denen er benotet wird. Ihm ist es allerdings nach wie vor verboten, das Universitätsgelände zu betreten. (dk)












