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Autorin sieht sich als Märtyrerin

J.K. Rowling will für ihre transphobe Haltung ins Gefängnis gehen

Die "Harry Potter"-Autorin macht mal wieder Stimmung gegen trans Menschen: Sie würde eher ins Gefängnis gehen, als trans Frauen als Frauen anzuerkennen. Unterstützung für ihre Haltung erhält J.K. Rowling von Martina Navratilova.


Beim Londoner Trans Pride gab es im Juli Proteste gegen die transphobe Haltung von J.K. Rowling (Bild: IMAGO / ZUMA Wire)

Die 58-jährige Schriftstellerin J.K. Rowling hat am Mittwoch in sozialen Medien erneut ihre transfeindliche Haltung verteidigt. Anlass ist unter anderem ein im rechtskonservativen Boulevardblatt "Daily Mail" verbreiteter angeblicher Plan der oppositionellen Labour-Partei, Misgendern von trans Menschen künftig als Hassdelikt zu ahnden, auf das bis zu zwei Jahre Haft steht.

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Wörtlich schrieb die durch "Harry Potter" bekannt gewordene Autorin: "Ich sitze gerne zwei Jahre ein, wenn die Alternative verpflichtende Sprache und die erzwungene Verleugnung der Wirklichkeit und der Bedeutung des Geschlechts sind", schrieb die 58-Jährige im Twitter-Nachfolger X.



Bereits einige Stunden zuvor hatte Rowling auf X behauptet, dass trans Frauen keine Frauen sind. Dazu veröffentlichte sie ein Bild aus dem Jahr 2018, auf dem zu sehen ist, wie die Aufschrift "Repeat after us: Trans Women are Women" (zu Deutsch: "Wiederholt es: Trans Frauen sind Frauen") auf die Mauern des britischen Justizministeriums projiziert worden sind. Rowling kommentierte das schlicht mit dem Wort: "Nein." Dafür erhielt sie auch die Unterstützung der lesbischen Ex-Tennisspielerin Martina Navratilova, die ebenfalls seit Jahren die Anerkennung von trans Menschen ablehnt (queer.de berichtete).



Die einst als tolerant und weltoffen geltende Rowling hat sich in den letzten Jahren immer mehr radikalisiert und macht in sozialen Netzwerken regelmäßig Stimmung gegen geschlechtliche Minderheiten – so sprach sie in einem sarkastischen Twitter-Eintrag über eine trans Frau als eine "penishaltige Person, die dich vergewaltigt hat" (queer.de berichtete). Sie brachte wiederholt und pauschal trans Frauen mit männlichen Sexualstraftätern in Zusammenhang (queer.de berichtete).


J.K. Rowling sieht sich als Kämpferin gegen die Gleichbehandlung von trans Menschen – trans Frauen sieht sie etwa als pauschale Gefahr für andere Frauen an (Bild: TRL)

Letztes Jahr gründete Rowling außerdem eine Hilfsorganisation für weibliche Opfer sexueller Gewalt, die trans Frauen pauschal ausschließt (queer.de berichtete). (dk)

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