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Frankfurter Buchmesse
Zwei queere Bücher gewinnen Jugendliteraturpreis
Auf der Frankfurter Buchmesser wurde der Deutsche Jugendliteraturpreis verliehen. Als bestes Jugendbuch wurde der Roman "Die Sonne, so strahlend und Schwarz" ausgezeichnet, als bestes Sachbuch "Queergestreift. Alles über LGBTIQA+".

Illustration aus dem Aufklärungsbuch "Queergestreift. Alles über LGBTIQA+" (Bild: Irmela Schautz)
- 21. Oktober 2023, 13:28h 2 Min.
Das Aufklärungsbuch "Queergestreift. Alles über LGBTIQA+" (Amazon-Affiliate-Link ) von Kathrin Köller mit Illustrationen von Irmela Schautz wurde am Freitagabend auf der Frankfurter Buchmesse als bestes Sachbuch mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.
Der im Mai im Hanser Verlag erschienene aktivistische und empowernde Band setzt sich mit gesellschaftlichen, gesundheitlichen und rechtlichen Fragen auseinander, lässt queere Menschen zu Wort kommen und stellt Organisationen vor, die sich für Geschlechtervielfalt engagieren (Buchkritik von Stefan Hölscher: "Dieses Buch gehört in jede Schulbibliothek!").
Das Buch biete "nicht nur queeren Jugendlichen einen sicheren Erfahrungs- und Erprobungsraum, sondern lädt auch alle anderen ein, sich auf queere Themen einzulassen", lobte die Jury. Mit Regenbogen-Cover und farbigem Buchschnitt setzt auch die Materialität ein starkes Zeichen für Vielfalt."
Roman über Schwarze queere junge Frau in Deutschland

Bestes Jugendbuch: "Die Sonne, so strahlend und Schwarz"
Die Autorin Chantal-Fleur Sandjon wurde in der Kategorie Jugendbuch für den Versroman "Die Sonne, so strahlend und Schwarz" (Amazon-Affiliate-Link ) ausgezeichnet. Die Jury lobte eine in verdichteter Verssprache erzählte "Verbindung eines individuellen Schicksals mit kultureller Erinnerung". Der Roman handle von der heranwachsenden Nova, die seelische und psychische Verletzungen der Vergangenheit überwinde. "Dabei entwickelt sie das Heranwachsen als Schwarze, queere junge Frau in Deutschland in all seinen Facetten", hieß es in der Jurybegründung. Beispielhaft gelinge Sandjon demnach die Verbindung eines individuellen Schicksals mit kultureller Erinnerung.
Sieger in der Sparte Bilderbuch wurde "Spinne spielt Klavier. Geräusche zum Mitmachen" (Carlsen) des Autors und Illustrators Benjamin Gottwald. Als bestes Kinderbuch kürte die Jury Tanja Eschs Comic "Boris, Babette und lauter Skelette" (Kibitz). Die Jugendjury prämierte "Als die Welt uns gehörte" (Fischer KJB) von der britischen Autorin Liz Kessler. Der Schriftsteller Alois Prinz erhielt den mit 12.000 Euro dotierten "Sonderpreis Gesamtwerk". Die prämierten Titel spiegelten den hohen Wert von Diversität und Menschlichkeit wider, hieß es in der Mitteilung.
Preis wird seit 1956 vergeben
Der Deutsche Jugendliteraturpreis wird seit 1956 für herausragende Kinder- und Jugendbücher vergeben und ist mit insgesamt 72.000 Euro dotiert. Außer dem Preis für das Gesamtwerk sind alle Einzelpreise mit 10.000 Euro dotiert. Der Preis setze ein "Zeichen für die Belange junger Menschen und den Stellenwert ihrer Literatur", sagte Bundesjugendministerin Lisa Paus (Grüne) anlässlich der Preisverleihung. (cw/dpa)
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