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NRW
Bielefeld: Offenbar queerfeindlicher Angriff im Hauptbahnhof
Ein 23-Jähriger versuchte, eine 20-jährige Person, deren Geschlecht er offenbar nicht zuordnen konnte, unsittlich zu berühren. Dann drückte er ihr eine Zigarette ins Gesicht.

Symbolbild für einen Einsatz der Bundespolizei (Bild: Bundespolizei / ots)
- 24. Oktober 2023, 08:33h 2 Min.
Im Bielefelder Hauptbahnhof ist es am Samstagabend nach einem Bericht der "Neuen Westfälischen" unter Berufung auf die Bundespolizei zu einem "ungewöhnlichen queerfeindlichen Vorfall" mit Körperverletzung gekommen. Die unter anderem für Bahnanlagen zuständige Polizei hatte die Tat zunächst ohne diesen möglichen Hintergrund gemeldet.
Nach der Personen- und Vorfallsbeschreibung der Polizei hatte ein 23-Jähriger aus der Gemeinde Kirchlengern auf einem Bahnsteig das Gespräch mit einer 20-Jährigen und ihrem 19-jährigen Begleiter gesucht. Laut der Zeitung, die später mit einem Sprecher der Bundespolizei sprach, habe sich der angetrunkene Deutsche davon "provoziert" gefühlt, dass den beiden Personen für ihn "auf den ersten Blick kein eindeutiges Geschlecht zuzuordnen war", und habe dann versucht, der 20-jährigen Person "ungefragt an die Brust zu fassen".
Nach Widerstand habe der Mann der 20-jährigen Person die Brille vom Gesicht gerissen und ihr eine glühende Zigarette ins Gesicht gedrückt. Die Brille habe er weggeworfen.
Polizei konnte Verdächtigen stellen
Nach Angaben der Bundespolizei konnten die beiden Angegriffenen eine Streife der Bundespolizei alarmieren, die den Verdächtigen stellte. Bei dem mit zwei Promille alkoholisierten Mann seien auf der Wache zudem 30 Gramm Marihuana sichergestellt worden.
Gegen den Beschuldigten wurden Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Drogenbesitzes und wegen Sachbeschädigung eingeleitet – die Brille wurde nicht mehr aufgefunden. Die angegriffene Person erlitt eine Rötung unterhalb des rechten Auges, lehnte aber eine ärztliche Untersuchung ab. (cw/pm)










