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Queer Cinema
Trans Drama gewinnt bei den queeren Filmtagen in Hamburg
Die Liebesgeschichte "Joyland" des pakistanischen Regisseurs Saim Sadiq wurde beim 34. Hamburg International Queer Film Festival als bester Spielfilm mit der "Globola" ausgezeichnet. Vergeben wurden auch drei weitere Preise.

Szene aus "Joyland" (Bild: filmperlen)
- 24. Oktober 2023, 11:16h 2 Min.
Mit einer Abschlussgala im Metropolis Kino sind am Sonnntagabend die diesjährigen queeren Filmtage in Hamburg zu Ende gegangen. Das Hamburg International Queer Film Festival fand vom 17. bis 22. Oktober in mehreren Kinos der Hansestadt statt. In vier Publikumswettbewerben konkurrierten großartige Filme um die "Globula" (Bester Spielfilm), die "Dokula" (Beste Dokumentation), die "Ursula" (Bester Kurzfilm) sowie den Preis "Made in Germany" (Bester deutscher Kurzfilm).
Das sind die Preisträger*innen:
Globola: "Joyland" von Saim Sadiq (Pakistan 2022)
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Eine patriarchal geprägte Familie aus Pakistan erhofft sich die Geburt eines Jungen, um ihren Stammbaum zu sichern. Haider ist der jüngste Sohn der Familie, auf ihm lasten die größten Erwartungen. Doch sein Lebensstil passt nicht zu dem der Familie. Als er einen neuen Job im Theater annimmt, lernt er dort die Tänzerin Biba kennen. Es entspinnt sich eine Liebesgeschichte zwischen ihm und der trans Frau. Während Haider sich in der Beziehung entfaltet, ändern sich auch einige Dinge innerhalb seiner Familie. Der Film gewann die Queer Palm und den Preis der Jury der Sektion "Un Certain Regard" bei den Filmfestspielen von Cannes. Deutscher Kinostart ist am 9. November 2023
Dokula: "Kokomo City" von D. Smith (USA 20239

Szene aus "Kokomo City" (Bild: HIQFF)
Selbstliebe allen Widrigkeiten zum Trotz: Vier Schwarze trans Sexarbeiterinnen in den USA lassen Regisseurin D. Smith in ihre Welt eintreten und erzählen mit großer Offenherzigkeit aus ihrem Leben. Dabei entstehen leidenschaftliche Gespräche über gesellschaftspolitische, soziale Realitäten sowie Reflexionen über Zugehörigkeit und Identität innerhalb der Schwarzen Community – und darüber hinaus. In eindringlichen Schwarz-Weiß-Bildern gefilmt und mit einem bestechenden Soundtrack ist "Kokomo City" ein atmosphärisch, mitreißendes Kinoerlebnis.
Ursula: "Troy" von Mike Donahue (USA 2022)

Szene aus "Troy" (Bild: HIQFF)
Eine leicht düstere, erfrischende Komödie über Nachbarschaft und die Art und Weise, wie unsere Existenz mitunter unfreiwillig mit dem Leben Fremder verwoben wird.
Made in Germany: "The Greatest Sin" von Gabriel Bihina Arrahnio (Deutschland 2021)

Szene aus "The Greatest Sin" (Bild: HIQFF)
So individuell die Lebensgeschichten der vier porträtierten Schwarzen queeren Personen in diesem Film auch sind, sie eint das Aufwachsen in einem konservativen und religiösen Elternhaus.
Onlineprogramm noch bis 29. Oktober
Das Hamburg International Queer Film Festival (bis 2021 Lesbisch Schwule Filmtage) wurde 1989 von queeren Studierenden der Universität Hamburg ins Leben gerufen und hat sich seither zu Deutschlands größtem queerem Filmfestival entwickelt. Nach Angaben der Veranstalter*innen waren in diesem Jahr fast ein Drittel der 49 Filmprogramme ausverkauft.
Noch bis zum 29. Oktober 2023 kann eine Auswahl an Filmen noch bundesweit über das Onlineportal Metropolis+ gestreamt werden. (cw/pm)
Links zum Thema:
» Homepage vom Hamburg International Queer Film Festival
Mehr queere Kultur:
» auf sissymag.de
16:15h, 3sat:
Besser geht's nicht
Der Menschenfeind Melvin lebt zurückgezogen in New York, doch sein Leben erfährt eine Wendung, als er eines Tages von seinem schwulen Nachbarn gebeten wird auf dessen Brüsseler Affenpinscher aufzupassen.
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