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Blauer Panther
Markus Söder würdigt Dunja Hayali
Weitere Auszeichnung für Dunja Hayali: Sie erhält für ihren Einsatz gegen Fake News und Demokratiefeindlichkeit den Ehrenpreis des bayerischen Ministerpräsidenten.

Ministerpräsident Markus Söder (re.) mit Ehrenpreisträgerin Dunja Hayali auf dem Roten Teppich in München (Bild: IMAGO / Sven Simon)
- 26. Oktober 2023, 08:24h 2 Min.
Die ZDF-Journalistin Dunja Hayali ist am Mittwochabend in München mit dem Blauen Panther, früher bekannt als Bayerischer Fernsehpreis, ausgezeichnet worden. Die 49-Jährige erhielt den Ehrenpreis des bayerischen Ministerpräsidenten für ihre prägenden Leistungen im deutschen Fernsehen.
Ministerpräsident Markus Söder (CSU) lobte die Preisträgerin in höchsten Tönen: "Dunja Hayali steht für einen klaren Kompass gegen Rassismus, Frauenhass und Diskriminierung von Minderheiten. Mit Fakten, Klugheit und Humor setzt sie sich für Toleranz, Integration und eine demokratische Diskussionskultur ein", so Söder. "Gegner eines weltoffenen Deutschlands stellt Dunja Hayali immer wieder mutig zur Rede. So ist sie Vorbild für viele Menschen und wirkt weit über die Grenzen des Fernsehens hinaus in unsere Gesellschaft."
Hayali zeige laut dem Christsozialen damit "ein journalistisches und gesellschaftliches Engagement, das wir in Zeiten von Fake News, Demokratiefeindlichkeit und Krisen mehr denn je brauchen". Dabei verfüge sie über eine "beeindruckende journalistische Spannweite" – vom "Morgenmagazin" über "Das aktuelle Sportstudio" bis zum "heute journal". "Mit großer Professionalität vermittelt sie auch komplexe Sachverhalte verständlich, ohne oberflächlich zu werden. Dabei zeigt sie stets Empathie für die Menschen, um die es in ihren Berichten und Reportagen geht."
"Mit dem Preis kann er mich nicht um den Finger wickeln"
Hayali bedankte sich laut "prisma" für die "besondere Auszeichnung", stellte aber gleichzeitig schmunzelnd mit Blick auf den durchaus umstrittenen Ministerpräsidenten fest: "Mit dem Preis kann er mich nicht um den Finger wickeln".
Die Journalistin hatte sich 2008 geoutet. Sie war aber über das öffentliche Interesse an ihrer sexuellen Orientierung überrascht. Im Sky-Interview sagte sie 2021, dass dass sie von Pressevertreter*innen kontaktiert wurde, um sich zu ihrer "flexiblen Sexualität", wie sie es selbst ausdrückt, zu äußern. Für sie persönlich sei das nie ein großes Thema gewesen (queer.de berichtete).
2020 war Hayali wegen ihres engagierten Einsatzes für Demokratie von der LGBTI-Organisation Maneo mit dem Tolerantia Award geehrt worden (queer.de berichtete). (cw)
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