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Kapstadt
Mr. Gay World 2023 kommt aus Guam
Troy Michael Smith wird die queere Community ein Jahr lang als Mr. Gay World repräsentieren. Deutschland trat nach der Skandalwahl zu Mr. Gay Germany nicht an.

Spieglein, Spieglein an der Wand…: Troy Michael Smith aus Guam ist der Mr. Gay World 2023 (Bild: Instagram / Troy Michael Smith)
- 30. Oktober 2023, 09:28h 2 Min.
Troy Michael Smith aus Guam hat am Freitagabend in Kapstadt den Titel Mr. Gay World 2023 gewonnen. Der 36-Jährige setzte sich im Finale der 15. Ausgabe des Schönheitswettbewerbs gegen David Allwood aus Großbritannien und Dion Alexander aus Australien durch, die den zweiten und dritten Platz belegten. Insgesamt waren elf Kandidaten aufgetreten, davon niemand aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz.
Instagram / mgworg | Die ersten drei beim Mr.-Gay-World-Wettbewerb 2023
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Smith stammt aus dem westpazifischen US-Territorium Guam, lebt aber heute im amerikanischen Bundesstaat Alaska und arbeitet als Immobilienmakler. Er engagiert sich unter anderem in der Aufklärungsarbeit über psychische Gesundheit. Dies war auch sein Hauptthema, als er sich 2020 für einen Sitz im Stadtrat von Juneau, der Hauptstadt von Alaska, bewarb. Sein Engagement brachte er auch bei seiner Bewerbung zum Gay-World-Wettbewerb ein: "Es ist einfach ein Segen, dass ich den Juroren und meinen Mitbewerbern meine Botschaft über Suizidprävention überbringen konnte und was gemacht werden kann, um die Zahlen innerhalb der LGBTIQ-Community nach unten zu bekommen", sagte Smith gegenüber dem südafrikanischen LGBTI-Magazin MambaOnline.
Über die Sieger hatte eine Jury sowie eine öffentliche Abstimmung entschieden. Die Kandidaten mussten unter anderem ihr Wissen über LGBTI-Themen und die queere Geschichte unter Beweis stellten, eigene Schwerpunkte in der Kampagnenarbeit setzen und in mehreren Kategorien unter Beweis stellen, dass sie die queere Community repräsentieren können.
Instagram / mrtroymichael | Troy Michael Smith in seinem Outfit für die "Swimwear Challenge"
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Aus Deutschland reiste nach der skandalösen Mr.-Gay-Germany-Wahl kein Kandidat an. Die Wahl war dieses Mal erstmals als Realityshow konzipiert worden, die im ProSiebenSat.1-Streamingportal Joyn gezeigt wurde. Nach Schummelvorwürfen trat Sieger Lukas Küchen allerdings im April zurück (queer.de berichtete). Bereits wenige Wochen zuvor hatte Joyn die Serie wegen der Vorwürfe aus seinem Programm genommen – bis heute befindet sie sich im Giftschrank der Senderkette (queer.de berichtete).
Vergangenes Jahr konnte José López Duvont aus Puerto Rico die Krone des Mr. Gay World gewinnen, der deutsche Kandidat Max Appenroth wurde Dritter (queer.de berichtete). Appenroth war zuvor der erste trans Mann, der den Titel Mr. Gay Germany gewinnen konnte (queer.de berichtete). (cw)















