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- 02. Mai 2006 1 Min.
Berlin (queer.de) - Im vergangenen Jahr ist die Zahl der HIV-Infektionen um 13 Prozent gestiegen. Das teilten das Robert-Koch-Institut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung heute mit. Demnach gab es 2.490 Neuinfektionen, 2004 waren es noch 2.210. Seit 2001, als sich 1.444 Menschen mit dem Virus ansteckten, kam es zum vierten Mal in Folge zu einem Anstieg. Die Neuinfektionen durch schwulen Sex erhöhten sich von 1.078 auf 1.237 (plus 15 Prozent). Allerdings hat sich der Anstieg im zweiten Halbjahr deutlich verlangsamt. So beobachtete das Robert-Koch-Institut in den ersten sechs Monaten des Jahres 2005 noch 20 Prozent mehr Infektionen (queer.de berichtete). Einer Studie der Bundeszentrale zufolge würden sich zudem mehr alleinlebende Unter-45-Jährige mit Kondomen schützen. Der Anteil der Kondomnutzung in dieser Gruppe stieg von 70 Prozent (2004) auf 75 Prozent im Jahre 2005. "Das schafft Ansporn für die weitere Präventionsarbeit", erklärt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. "Denn trotz guter Behandlungsmöglichkeiten ist Aids nach wie vor eine unheilbare, tödliche Krankheit. Schützen können nur Aufklärung und Prävention". (dk)
Links zum Thema:
» HIV-Halbjahresbericht des RKI (als PDF-Datei)













