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Streit um israelfeindliche Klima-Ikone
Volker Beck: Greta Thunberg "jetzt hauptberuflich Israelhasserin"
Für den offen schwule Grünenpolitiker Volker Beck ist Klimaaktivistin Greta Thunberg ein rotes Tuch.

Volker Beck ist auch fünf Jahren nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag politisch noch sehr aktiv (Bild: Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen / flickr)
- 13. November 2023, 13:16h 2 Min.
Der frühere grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck hat am Sonntag in sozialen Medien scharfe Kritik an Klimaaktivistin Greta Thunberg geübt: "Das Ende von Greta Thunberg als Klimaaktivistin. Ab jetzt hauptberuflich Israelhasserin", schrieb der 62-Jährige auf X, ehemals Twitter. "2000 Jahre europäischer Hass auf Juden wird ein neues Kapitel hinzugefügt. Das Ende von Fridays for Future als Label für Ökologie. Es braucht ein Rebranding für die wichtige Aufgabe."
Dazu teilte er ein Video Thunbergs, die sich bei einer Klimademo in Amsterdam am Sonntag vor nach Veranstalterangaben 85.000 Demonstrant*innen erneut mit Palästina solidarisierte. Für Aufregung sorgte ein Mann, der ihr das Mikro entriss und erklärte: "Ich bin für eine Klimademonstration hierhergekommen, nicht, um politische Ansichten zu hören." Später skandierte Thunberg mehrfach: "No climate justice on occupied land" ("Auf besetztem Land gibt es keine Klimagerechtigkeit").
/ Volker_BeckDas Ende von @GretaThunberg als Klimaaktivistin. Ab jetzt hauptberuflich Israelhasserin. 2000 Jahre europäischer Hass auf Juden wird ein neues Kapitel hinzugefügt.
Volker Beck (@Volker_Beck) November 12, 2023
Das Ende von @FridayForFuture als Label für Ökologie. Es braucht ein Rebranding für die wichtige Aufgabe. https://t.co/UgTepWCjJB
Bereits letzten Monat gab es Kritik an Thunberg, weil sich die 20-Jährige ähnlich geäußert hatte, aber die israelischen Opfer des Massakers der Hamas am 7. Oktober mit rund 1.200 Toten nicht erwähnt hatte. Die internationale "Fridays for Future"-Bewegung wirft Israel einen "Völkermord" an der palästinensischen Bevölkerung vor. Außerdem sei Israel wie das rassistische Südafrika des letzten Jahrhunderts ein "Apartheid-System" – diese Einstufung wird als Verharmlosung der Rassentrennung des weißen Regimes in Südafrika kritisiert. Die deutsche Sektion von Fridays for Future distanzierte sich beim Thema Israel vom internationalen Mutterverband.
/ FridayForFutureNein, der internationale Account spricht – wie zuvor betont – nicht für uns.
Fridays for Future Germany (@FridayForFuture) October 26, 2023
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Volker Beck war von 1994 bis 2017 Bundestagsabgeordneter für die Grünen. Er engagierte sich insbesondere für die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren. 2001 führte der Bundestag dann die eingetragene Lebenspartnerschaft ein, 2017 öffnete das Parlament kurz vor seinem Ausscheiden die Ehe für alle (queer.de berichtete). Er setzt sich auch seit längerem gegen Antisemitismus ein. Seit 2022 ist Beck Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (queer.de berichtete). (cw)
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