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Polizeibericht Berlin

Jugendliche attackieren trans Person in Schöneberg

Fünf Jugendliche und junge Männer pöbelten in der Bülowstraße eine Frau homophob an und griffen anschließend eine trans Person mit Reizgas an.


Erneut meldet die Hauptstadtpolizei eine offensichtlich queer­feindlich motivierte Attacke (Bild: René Mentschke / flickr)

Am frühen Dienstagmorgen ist es nach Angaben der Berliner Polizei erneut zu einem queerfeindlichen Zwischenfall gekommen: Eine 22-jährige alarmierte die Besatzung eines Streifenwagens gegen 1.45 Uhr in die Schöneberger Bülowstraße und gab an, unmittelbar zuvor von fünf Jugendlichen und jungen Männern aus einem Auto heraus homophob beleidigt worden zu sein.

Anschließend seien die Männer aus dem Auto gestiegen und hätten sie und eine weitere, unbekannt gebliebene trans Person mit Reizgas besprüht, sie jedoch nicht verletzt. Die 22-Jährige flüchtete in eine öffentliche Toilette, bis sich die mutmaßlichen Angreifer entfernten. Die trans Person verließ den Ort.

Die Einsatzkräfte konnten die Tatverdächtigen im Alter von 16 bis 22 Jahren in der Nähe ausmachen und ihre Personalien feststellen. Der 21-Jährige, der das Reizgas gesprüht haben soll, ist bereits polizeibekannt. Das Reizgasspray konnte nicht gefunden werden. Während der polizeilichen Maßnahmen verhielten sich die Tatverdächtigen unkooperativ und "machten die Situation lächerlich", heißt es im Polizeibericht. Wie in Erstmeldungen üblich, wurden keine weiteren Angaben zur Identität der mutmaßlichen Täter gemacht.

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Staatsschutz übernimmt Ermittlungen

Der Polizeiliche Staatsschutz im Landeskriminalamt hat nun die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Der Staatsschutz ist in Berlin für Fälle von vermuteter Hasskriminalität verantwortlich.

Immer wieder gibt es aus Berlin Berichte über queerfeindliche Übergriffe, da die Landespolizei mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik macht und diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit meldet. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*innen für LGBTI. (pm/cw)

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