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Kinderpornografie
Als lesbisches Mädchen ausgegeben: Acht Jahre Haft gefordert
Gegenüber 16 minderjährigen Chatpartnerinnen soll sich ein 23 Jahre alter Hamburger als 13-jährige lesbische Schülerin ausgegeben und diese zur Übersendung von Nacktbildern überredet haben. Jetzt steht er vor Gericht.
- 24. November 2023, 03:44h 2 Min.
In einem Prozess um sexuellen Missbrauch von Kindern über soziale Medien hat die Hamburger Staatsanwaltschaft acht Jahre Haft für den Angeklagten gefordert. Die Verteidigung des 23-Jährigen habe sich für eine geringere Strafe ausgesprochen, teilte die Gerichtspressestelle am Donnerstag mit. Das Urteil soll am Montag von der Großen Strafkammer am Landgericht verkündet werden.
41 Straftaten vorgeworfen
Laut Anklage soll sich der 23-Jährige als 13-Jährige ausgegeben und Mädchen zur Übersendung von Nacktbildern überredet haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann 41 Straftaten vor, neben sexuellem Missbrauch von Kindern ohne Körperkontakt auch die Herstellung kinderpornografischer Inhalte. Unter dem Namen "Zoey" soll er zwischen Juli 2022 und März 2023 Kontakt zu Neun- bis 13-Jährigen aufgenommen haben (queer.de berichtete).
Der Angeklagte habe insgesamt 16 Chatpartnerinnen vorgegaukelt, er sei ein etwa 13 Jahre altes, lesbisches und alleinstehendes Mädchen und habe sich in die jeweilige Chatpartnerin verliebt. Dann habe er ihnen Nacktfotos von "Zoey" geschickt und die Mädchen aufgefordert, ähnliche Bilder von sich selbst zu machen und zu übersenden. Auf diese Weise sei er an mindestens 193 kinderpornografische Bild- und Videodateien gelangt. In seiner Wohnung habe der Mann mehr als 4.800 weitere Dateien mit kinderpornografischem Inhalt aufbewahrt. (cw/dpa)















