Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?47676

NRW

Protest gegen Kürzungen: Kölner Aidshilfe schließt

Kurz vor dem Welt-Aids-Tag schließt sich der Verein einem zweitätigen Protest von sozialen Einrichtungen in Köln an.

  • 24. November 2023, 14:48h 3 Min.

Am 28. und 29. November bleibt die AH Köln größtenteils geschlossen (Bild: AidshilfeKoeln / facebook)

Wegen der geplanten Sozialkürzungen der Stadt Köln und des Landes NRW bleibt die Aidshilfe Köln am 28. und 29. November geschlossen. Der Verein folge damit einem Aufruf der Freien Wohlfahrtspflege, gab die Institution am Freitag bekannt. Nach der Mahnwache am 8. November werde kommende Woche "die nächste Maßnahme des Protestes ergriffen, um Politik und Stadtverwaltung nachdrücklich auf die existenzgefährdenden Herausforderungen hinzuweisen, vor denen die soziale Trägerlandschaft aufgrund der Kostensteigerungen steht".

Sollten diese Kostensteigerungen nicht von der öffentlichen Hand aufgefangen werden, drohe einigen Einrichtungen in freier Trägerschaft die Schließung. "Bisher fehlen seitens der Stadt Köln konkrete Vorschläge zur Umsetzung einer kostendeckenden Finanzierung auf kommunaler Ebene", so die Aidshilfe. Dagegen würden die Kostensteigerungen für die städtischen Einrichtungen selbstverständlich kompensiert. Daher folgten nun weitere öffentlichkeitswirksame Maßnahmen des Protestes.

"Es entspricht in der Tat in keinster Weise unserer DNA, Angebote und Projekte für Menschen abzusagen oder einzuschränken. Dennoch haben wir uns in Absprache mit unserem Vorstand sowie anderen Vereinen, mit denen wir zusammenarbeiten und kooperieren, dazu entschlossen, das Haus am kommenden Dienstag und Mittwoch zu schließen", so Oliver Schubert, Geschäftsführer der Aidshilfe Köln. Für Menschen in den Wohnprojekten der Aidshilfe und solchen in akuten Krisensituationen gebe es Beratungsangebote nach Absprache.

- Werbung -

"Obwohl der Welt-Aids-Tag vor der Tür steht und auch an den beiden Tagen Aktionen geplant waren, ist es jetzt die Zeit, um ein starkes Zeichen des Protestes nach außen zu senden", so die Aidshilfe. Der Verein sei "schon jetzt nicht auskömmlich finanziert, bei weiteren Kürzungen müssten Angebote gestrichen werden. Mit der Schließung wird man hoffentlich bemerken, was alles an Angeboten wegfällt, wenn die Aidshilfe als Anbieter zum Thema Prävention, sexuelle Gesundheit, Schulaufklärung, Sucht und bürgerschaftliches Engagement nicht mehr oder nur in Teilen zur Verfügung steht."

Ein Überblick über reduzierte und ausfallende Angebote am 28. und 29. November bietet der Kasten unten. Kurz darauf folgt der Welt-Aids-Tag mit diversen Terminen, darunter eine Gedenkfeier in der Antoniterkirche am 1., eine Lesung mit Ralf König und Markus Barth am 4. und eine mit Torsten Poggenpohl am 5. Dezember. Benefizveranstaltungen wie der Promi-Glühweinausschank am Rudolfplatz am 28. November oder der Weihnachtsstand der Aidshilfe am Heumarkt ab dem 29. November sind vom Protest nicht betroffen. (cw)

Reduzierte und ausfallende Angebote am 28. und 29. November

- Der Empfang wird nicht besetzt sein.
- Beratung und Tests finden an beiden Tagen nicht statt.
- Ein für Dienstag geplanter Podiumstalk zum Thema "Diskriminierung von Menschen mit HIV" im anyway findet nicht statt.
- Die offene Sprechstunde wird nicht besetzt sein.
- Die Youthwork-Veranstaltungen werden für Dienstag sowie Mittwoch abgesagt und neu terminiert.
- Spritzentausch findet nicht statt, die im gesamten Stadtgebiet verteilten Spritzenautomaten werden nicht befüllt.
-w-