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- 05. Mai 2006 1 Min.
Bagdad (queer.de) - Menschenrechtsgruppen haben die Tötung eines 14-jährigen Irakers durch die Polizei kritisiert. Nach Augenzeugenberichten ist der Junge namens Ahmed Khalil vor seiner Haustür im Bagdader Bezirk al-Dura von Männern in Polizeiuniform erschossen worden, weil er angeblich schwul sein soll. Das berichtet die britische Zeitung "The Independent". Nachbarn erzählten, dass Khalils Vater zwei Tage vor dessen Tod von der Polizei festgenommen und nach den sexuellen Aktivitäten seines Sohnes befragt wurde. Der habe dem Bericht zufolge mit Männern für Geld geschlafen, um seine bitterarme Familie finanziell zu unterstützen. Im März hatte der Schiitenführer Großajatollah Ali al-Sistani seine Anhänger aufgerufen, Schwule zu ermorden (queer.de berichtete). Ali Hilli, Gründer der Londoner Selbsthilfegruppe Abu Nawas, die sich an schwule Iraker wendet, sagte in britischen Medien, dass nach Sistanis Fatwa "eine Hexenjagd auf lesbische und schwule Iraker begonnen habe" (queer.de berichtete). "Unsere Informanten in Bagdad erzählen uns, dass die irakische Polizei stark von der paramilitärischen Badr-Organisation unterwandert ist", so Hilli. Die Badr-Brigade ist der militärische Arm der radikalen schiitischen Partei "Oberster Rat für die islamische Revolution im Irak" (SCIRI). (dk)















Das nicht alle Irakis zur Gewalt neigen, oder dies auch nur gut heißen ist für mich der einzige Lichtblick in eine bessere Zukunft für dieses geplagte Land.
Man sieht allerdings auch, was wirkliche Unterdrückung bedeutet und echte Verfolgung ist.
Dagegen erscheint mir hier bei queer.de die Diskussion über Diskriminierung geradezu luxerierend, insbesondere wenn sich einge Kommentatoren allzubereitwillig gegenseitig verbal die Köpfe einschlagen möchten.