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DFB verteidigt queere Spielerin

Homophobe Hass-Kommentare gegen Svenja Huth: "Geht woanders haten"

Der offene Umgang mit Homosexualität bei den deutschen Fußballerinnen zieht im Netz so manchen Hasskommentar nach sich. Die Wolfsburgerin Svenja Huth erlebt das nun wieder.


Svenja Huth trug beim Spiel ihrer Wolfsburgerinnen am 18. November gegen den MSV Duisburg die Regenbogen-Kapitäninnenbinde (Bild: IMAGO / regios24)
  • 29. November 2023, 09:59h 2 Min.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat Nationalspielerin Svenja Huth gegen homophobe Kommentare auf der Plattform X (ehemals Twitter) verteidigt. "Wir kommentieren, moderieren und blocken zum Teil. Bedauerlicherweise ist das also schon die moderierte Variante. Umso mehr freuen wir uns über positives Feedback und Gegenstimmen. Wichtig!", schreibt der DFB. Der Verband hatte nach der Ankunft des deutschen Teams vor dem Nations-League-Spiel in Rostock gegen Dänemark (Freitag, 20.30 Uhr/ZDF) ein Foto gezeigt, das die Vizekapitänin vom VfL Wolfsburg mit ihrer Lebensgefährtin Laura und einem Kinderwagen zeigt. Dazu schrieb der Verband: "Familie Huth!"

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Das Paar war nach der Weltmeisterschaft in Australien erstmals Mutter eines Sohnes (Emil) geworden (queer.de berichtete). Die 32-jährige Stürmerin Huth hatte in verschiedenen Medien offen über die künstliche Befruchtung gesprochen, die ihre Lebensgefährtin in Spanien vorgenommen hatte. Dabei kritisierte sie auch, dass diese unter Frauen-Paaren beliebte Methode gegenwärtig in Deutschland verboten ist (queer.de berichtete).

/ DFB_Frauen | Der DFB verteidigt die Huth-Familie gegen Anfeindungen
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Bei X äußern nun Personen ihren Unmut über das Familienmodell und eine "kranke Gesellschaft". "Wir haben schon sehr viele ausgeblendet", schrieb der DFB zur Kritik einer Userin, die die Löschung dieser Hass-Kommentare verlangte, und antwortete an manchen anderen Stellen mit Humor. Außerdem hieß es vonseiten des Verbandes: "Geh doch bitte woanders haten. Danke."

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Svenja Huth spielt seit 2007 in der Frauen-Fußballbundesliga – zunächst für den 1. FFC Frankfurt und für Turbine Potsdam und seit 2019 für den VfL Wolfsburg. Sie wurde acht Mal DFB-Pokalsiegerin und drei Mal deutsche Meisterin. 2015 gewann sie mit Frankfurt die Champions League. Außerdem absolvierte Huth 85 Spiele für das deutsche Nationalteam und erzielte 14 Tore. Zu ihren größten Erfolgen gehört der Gewinn der Europameisterschaft 2013 und der Olympiasieg 2016. (dpa/dk)

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