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Neuland entdecken? Auf nach Sint Maarten!

In Zusammenarbeit mit KLM Royal Dutch Airlines stellen wir queerfreundliche Reiseziele vor, die nicht zu den bekannten Hot-Spots gehören, aber dennoch ungemein viel zu bieten haben. Wir beginnen mit Sint Maarten.


Ein Flugzeug von KLM landet am Princess Juliana International Airport (SXM). Die Landeschwelle der Landebahn 10 ist nur ca. 160 Meter vom Maho Beach entfernt (Bild: KLM)
  • 1. Dezember 2023, 06:44h 4 Min.

Wer erzählt, dass er in den Urlaub nach Sint Maarten fährt, der bekommt vielleicht "Ski heil!" zu hören und wird auf dem Weg nach Österreich gewähnt. Das kleine Land auf der geteilten Karibikinsel St. Martin ist als attraktives Ferienziel in Deutschland noch nicht so sehr bekannt. Auch in der Community hat sich noch nicht überall herumgesprochen, dass das südöstlich von Puerto Rico gelegene Eiland zu den queerfreundlichsten Destinationen der Karibik gehört.

Auf den ersten Blick kann man die 1493 von Christoph Kolumbus entdeckte und nach dem Heiligen Martin getaufte Insel auch leicht übersehen. St. Martin misst gerade mal 96 Quadratkilometer und ist damit etwa so groß wie Sylt. Umso ungewöhnlicher die politische Aufteilung: Der etwas größere Nordteil der Insel gehört zu Frankreich und heißt dort "Saint Martin", der südliche Teil wiederum ist ein autonomes Land innerhalb des Königreiches der Niederlande in der Niederländischen Karibik; dort nennt man die Insel "Sint Maarten".


Blick auf Philipsburg, die Hauptstadt der niederländischen Seite (Bild: Larry Syverson / flickr)

In der französischen Hälfte ist der Euro offizielles Zahlungsmittel, in der niederländischen bezahlt man mit dem niederländischen Antillengulden bzw. mit US-Dollars, der inoffiziellen Erstwährung. Auch wenn es keine Grenzmarkierungen geschweige denn -kontrollen gibt, merkt man leicht, in welchem Teil der Insel man sich befindet. Die französische Hälfte erinnert ein wenig an St. Tropez, die niederländische eher an Miami Beach. International ist das Flair überall.

Sonne, Palmen, türkisblaues Meer

St. Martin bietet alles, was man für einen perfekten Urlaub braucht: Sonne, Palmen, türkisblaues Meer, malerische Buchten und traumhafte Strände – die Mindesttemperatur beträgt das ganze Jahr über 25 Grad. Besonders beliebt bei schwulen Einheimischen wie Touristen ist der Cupecoy Beach, an dem Nacktbaden ausdrücklich erwünscht ist. Insgesamt hat man auf der Karibik-Insel zwischen 37 Stränden die Auswahl, die alle ihren eigenen Charakter besitzen. So findet man Kliff-Beaches ebenso wie den Party-Strand à la Ibiza. Doch selbst in der Hauptsaison von Dezember bis März ist auf St. Martin ein absolut ruhiger und einsamer Strand garantiert.

Weniger ruhig ist es am Maho Beach, der dennoch ein echter Magnet für Tourist*innen ist. Er befindet sich direkt am internationalen Flughafen SXM, sodass die Flugzeuge direkt über die Köpfe der Menschen hinwegfliegen. Ein einzigartiges Erlebnis nicht nur für Planespotter*innen!

Direktlink | KLM-Video zur Destination Sint Maarten
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Heterofreundliches Resort auf dem Pic du Paradis

St. Martin ist zwar recht klein, dennoch empfiehlt sich ein Mietwagen, um wirklich alle Ecken der Insel erkunden zu können. Etwa den Pic du Paradis, den mit 424 Metern höchsten Berg, von dem man eine wunderbare Aussicht hat. Dort befindet sich mit "The Paradise Peak", der ehemaligen "Villa Rainbow", auch ein bekanntes heterofreundliches Resort.

Queere Tourist*innen sind auf der Insel überall willkommen. Über Bars und Clubs, die sich gezielt an LGBTI-Besucher*innen richten, informiert das Portal gaysintmaarten.com. Dass die Queerfreundlichkeit sich nicht nur auf den Tourismus beschränkt, zeigt die Geschichte von Melissa Gumbs. Die Gründerin der Partei für den Fortschritt ist seit 2020 das erste offen queere Parlamentsmitglied von Sint Maarten. Auch das Restaurant "Emilio's" in Dutch Cul de Sac erinnert bewusst an den legendären Inselstar Emilio Wilson, der schon in den 1940er Jahren aus seinem Schwulsein kein Geheimnis machte.

Schlemmen und Shoppen bis zum Abwinken

In Marigot, der Hauptstadt des französischen Teils, und in Grand Case locken die besten der insgesamt rund 400 Restaurants, den Shoppingbummel unternimmt man dagegen besser in der Hauptstadt der niederländischen Seite, Philipsburg, wo auch die großen Kreuzfahrtschiffe anlegen. Die gesamte Insel ist Freihandelszone, es gibt keinen Zoll und keine Steuerpflicht, so dass viele Luxusartikel erheblich preisgünstiger zu haben sind als in Deutschland.


Wer einmal "SXM" besucht, wird sich bestimmt verlieben (Bild: St. Maarten Tourist Bureau)

Für einen Kurztrip ist St. Martin zu schade. Man sollte genügend Zeit mitbringen und mindestens zwei Wochen auf der abwechslungsreichen Insel verweilen. Langeweile kommt garantiert nicht auf. Und wen es doch einmal die Ferne zieht, kann von hier aus zahlreiche Tagesausflüge per Boot oder Flugzeug auf eine der Nachbarinseln Saba., St. Eustatius, St. Barth oder Anguilla unternehmen. Mit Gaysail.com gibt es auch einen Anbieter von queeren Segeltouren.

Obwohl die Karibik insgesamt kein preisgünstiges Urlaubsziel ist, muss man auf St. Martin keine höheren Preise erwarten als etwa in Florida. Von Deutschland aus bestehen günstige Flugverbindungen mit KLM über Amsterdam oder Air France über Paris. Ein Grund mehr, den nächsten Urlaub mal auf der kleinen Karibik-Insel zu verbringen und sie aus ihrem unberechtigten Schattendasein zu befreien. Zumal man in Sint Maarten wirklich allemal mehr erleben kann als beim Skifahren in Österreich…

Flugplan

KLM fliegt viermal wöchentlich (Di, Do, Fr, So) von Amsterdam in rund neun Stunden direkt nach Sint Maarten. Zubringerflüge gibt es von zehn deutschen Flughäfen. Weitere tägliche Flugverbindungen gibt es mit dem KLM-Partner Air France über Paris
-w-