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Alex Jones provoziert wieder
Homophobes Computerspiel veröffentlicht: Schwule Frösche töten
Der rechte US-Verschwörungstheoretiker Alex Jones hat ein Game herausgebracht, in dem unter anderem demokratische Politiker*innen, ein jüdischer Investor und schwule Frösche umgebracht werden müssen.

Wer Regenbogenfrösche abschießt, erhält 50 Punkte (Bild: Screenshot Youtube)
- 4. Dezember 2023, 13:53h 3 Min.
Der amerikanische Verschwörungstheoretiker Alex Jones hat ein neues Computerspiel veröffentlicht, in dem nicht-konservative Figuren mit einer Waffe getötet werden sollen – darunter auch schwule Frösche. In "New World Order Wars" sollen Gamer*innen "die Welt vor dem bösen Plot der Globalisten" retten, die versuchten, alle Welt in "Liberale" zur verwandeln.
Laut der Game-Website ist das Computerspiel für 17,76 Dollar (gut 16 Euro) erhältlich. Der Preis erinnert an das Jahr 1776, an dem die Vereinigten Staaten ihre Unabhängigkeit von Großbritannien erklärt hatten. Das Schießspiel lehne sich an Klassiker wie "Pac-Man", "Donkey Kong" und "Super Mario Bros." an, heißt es auf der Homepage weiter.
In dem Spiel können unter anderem Bill Gates, eine Zombie-Version von Hillary Clinton oder der "Nazi-Drachen" George Soros umgebracht werden – der jüdische Investor im Verschwörungsmilieu als Wurzel allen Übels. Zudem kann auf der Insel des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (1953-2019) ein oberkörperfreier Ex-Präsident Bill Clinton erschossen werden. Demgegenüber stellt das Game den früheren republikanischen Regierungschef Donald Trump als fliegenden Superhelden dar.
"Sie machen die verdammten Frösche schwul"
Zentrales Element sind insbesondere schwule Frösche, die den Shooter mit Regenbogenbomben zu töten suchen, wenn man sie nicht vorher abschießt. Dabei ist im Hintergrund Jones' Stimme zu hören, der sagt: "They are turning the friggin frogs gay" (Sie machen die verdammten Frösche schwul). Hintergrund ist eine von Jones verbreitete Verschwörungstheorie, wonach Leitungswasser in den USA mit Zusatzstoffen versehen werde, um die Menschen homosexuell zu machen. "Was denkt ihr, was Leitungswasser ist? Das ist eine schwule Bombe", sagte er in einer Sendung im Jahr 2015. Er habe nichts gegen Homosexuelle, aber "ich mag keine Chemikalien im Wasser, die die verdammten Frösche schwul machen".
Das Morden sei aber nur Selbstverteidigung, wird auf der Spiele-Website erklärt. "Jeden Tag verklagt, diffamiert und TÖTET der Staat gesetzestreue Patrioten, die seine Macht gefährden", heißt es dort. Daher müssten "antiamerikanische, kommunistische Chefs" getötet werden, um "die Babys zu retten".
Jones war letztes Jahr für Falschbehauptungen in Verbindung mit dem Massaker an der Sandy-Hook-Grundschule im Jahr 2012 zur Zahlung von fast einer Milliarde Dollar an Familien der Tragödie verurteilt worden (queer.de berichtete). Später erhöhte der Richter die Schadensersatzzahlungen um weitere rund 500 Millionen Dollar. Hintergrund ist, dass Jones mehrfach behauptet hatte, die damalige Regierung von Barack Obama habe das Massaker mit Hilfe von Schauspieler*innen vorgetäuscht. Das führte dazu, dass Rechtsextreme die Opferfamilien bedrohten. Bislang hat Jones, der sich für bankrott erklärte, aber noch keinen Cent davon gezahlt.

Letztes Jahr war Alex Jones vor Gericht kleinlaut (Bild: Screenshot ABC)
In der Vergangenheit sind in den USA bereits mehrfach ähnlich homosexuellenfeindliche Computerspiele veröffentlicht worden. 2015 sorgte etwa das Game "Kill the Faggot" (Töte die Schwuchtel) für Aufregung (queer.de berichtete). (dk)











