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Ende des Jahres ist Schluss

RTL verlängert Vertrag mit Marco Schreyl nicht

Der Kölner Sender RTL hat erneut das Interesse am schwulen Moderator Marco Schreyl verloren.


Das schicke RTL-Nachrichtenstudio in Köln-Deutz muss bald ohne Marco Schreyl auskommen (Bild: RTL)
  • 5. Dezember 2023, 11:12h 2 Min.

Der frühere DSDS-Moderator Marco Schreyl und der Kölner Privatsender RTL gehen künftig getrennte Wege: Wie das Medienmagazin DWDL berichtet, hat RTL den Ende dieses Jahres auslaufenden Vertrag mit dem offen schwulen 49-Jährigen nicht verlängert. RTL bestätigte dies am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur spot on news. Schreyl arbeitete zuletzt als Nachrichtensprecher und Moderator der RTL-Morgenmagazin-Sendungen "Punkt 6", "Punkt 7" und "Punkt 8".

Als Schreyls Nachfolger hat RTL nun Jan Malte Andresen engagiert, der ab 8. Januar auf Sendung gehen soll. Der 51-Jährige ist bislang unter anderem als "Tagesschau24"-Moderator und insbesondere als WDR2-Radiomoderator bekannt. In der Kölner Pop- und Infowelle ist er ein Kollege von Schreyl – während Andresen die Morgenshow moderiert, ist Schreyl für den Nachmittag und die Sonntage verantwortlich. Andresen soll trotz seines neuen RTL-Jobs weiter für WDR2 arbeiten.

Schreyl ist eine DSDS-Legende

Marco Schreyl hatte seine Karriere als Fernsehmoderator im Jahr 1997 beim MDR begonnen. Besondere Bekanntheit erlangte er 2005, als er die Moderation von "Deutschland sucht den Superstar" übernahm. Insgesamt sieben Staffeln der damals sehr erfolgreichen Show durfte er moderieren.

Dabei wurde er im Jahr 2011 Opfer einer Kampagne der "Bild"-Zeitung, die die Homosexualität des Moderators mit dessen "schlüpfrigen Sprüchen" in Verbindung brachte (queer.de berichtete). Ein Jahr später gab RTL bekannt, dass Schreyl nicht mehr DSDS und "Das Supertalent" moderieren werde.

Schreyl wechselte daraufhin – nach einem Zwischenstopp beim MDR – zum Westdeutschen Rundfunk. 2020 kehrte er zu RTL zurück. 2022 moderierte er erneut "Deutschland sucht den Superstar" – die 19. Staffel mit den freundlicheren Juror*innen Florian Silbereisen, Ilse DeLange und Toby Gad erwies sich aber als Quotenflop. Nach der DSDS-Rückkehr von Dieter Bohlen wurde Schreyl dieses Jahr von Laura Wontorra ersetzt.

Sein Privatleben hatte Marco Schreyl bislang stets aus der Öffentlichkeit herausgehalten. Erst in einer Anfang November veröffentlichten Biografie erzählte er erstmals von seinem Lebenspartner (queer.de berichtete). (cw)

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