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Ponyphobie
Russland: "Mein kleines Pony" erst ab 18 Jahren freigegeben
Hierzulande richtet sich die Serie "My Little Pony" an Vorschulkinder. In Russland dürfen aber nur Erwachsene die Zeichentrickserie sehen.

Russische Kinder und Jugendliche dürfen das Ponymädchen Rainbow Dash nicht mehr sehen (Bild: Hasbro)
- 8. Dezember 2023, 07:20h 2 Min.
Kinopoisk, das größte Streamingportal Russlands, hat laut Medienberichten die Kinderserie "My Little Pony: Freundschaft ist Magie" (2010-2019) ab 18 Jahren freigegeben. Zuvor war die Reihe als Kinderserie deklariert. Obgleich kein offizieller Grund für diese skurrile Änderung der Altersbeschränkung gegeben wurde, gilt als sicher, dass die queerfeindliche Atmosphäre im Land schuld an diesem Schritt ist.
Die Zeichentrickreihe "Mein kleines Pony", die auf einer Serie von Spielzeugponys aus Kunststoff von Hasbro basiert, richtet sich an Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren. In der letzten Staffel wurden 2019 erstmals Holiday und Lofty, die lesbischen Tanten der Hauptfigur Scootaloo, vorgestellt. Zudem enthält die Serie die Hauptfigur Rainbow Dash, die zwar nicht ausdrücklich als queer dargestellt wird, aber wegen ihrer Regenbogenmähne und ihres Regenbogenschweifs bereits kritisiert wurde.

Rechts sind Aunt Holiday and Auntie Lofty zu sehen (Bild: Hasbro)
Hierzulande ist "My Little Pony – Freundschaft ist Magie" unter anderem bei Magenta und Amazon Prime Video erhältlich. Die Serie ist dort freigegeben ohne Altersbegrenzung.
Queere Bewegung in Russland verboten
Das russische Regime hat zuletzt die Daumenschrauben gegen queere Menschen angezogen: Vergangene Woche folgte der oberste Gerichtshof des Landes einem Antrag des Innenministeriums und verbot pauschal die queere Bewegung (queer.de berichtete). Das führte am Wochenende zu Razzien in queeren Clubs (queer.de berichtete). Bereits seit 2013 hatte Russland mit seinem "Homo-Propaganda"-Gesetz jegliche Sichtbarkeit von queeren Menschen in der Öffentlichkeit verboten (queer.de berichtete).
Russische TV-Sender und Streamingportale werden dafür bestraft, wenn sie sichtbar queere Menschen zeigen. Kürzlich erhielt etwa ein Musikkanal eine Strafe, weil er ein Musikvideo des russischen ESC-Siegers Sergei Lasarew abspielte, in dem ein lesbisches Paar zu sehen ist (queer.de berichtete). (dk)














