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- 08. Mai 2006 1 Min.
San Francisco (queer.de) - Bei der Wahl zum neuen anglikanischen Bischof von Kalifornien blieben drei aussichtsreiche Homo-Kandidaten erfolglos. Die Wahlberechtigten entschieden sich klar für den heterosexuellen Pfarrer Mark H. Andrus aus Alabama. Beobachter hatten damit gerechnet, dass einer der drei homosexuellen Kandidaten - Pfarrerin Bonnie Perry aus Chicago, Pfarrer Robert Taylor aus Seattle oder Pfarrer Michael Barlowe aus San Francisco - das Rennen machen würde. Seit der Wahl des schwulen Gene Robinson zum Bischof von New Hampshire queer.de berichtete im Jahre 2003 war es in der 77-Millionen-Mitglieder zählenden anglikanischen Glaubensgemeinschaft zu heftige Kontroversen gekommen. Insbesondere konservative afrikanische Diözesen drohten offen mit einer Kirchenspaltung. Der neu gewählte kalifornische Bischof Andrus ist jedoch selbst ein großer Unterstützer von Schwulen und Lesben in der Kirche. Er sagte nach Angaben der "New York Times", dass er für alle Menschen da sei "für Schwule und Lesben, egal ob Single oder verpartnert, für Frauen, alle ethnische Minderheiten, kurzum: für alle Menschen. Ich möchte dem Vorbild von Jesus Christus folgen, der auch niemanden ausgeschlossen hat." (dk)
Links zum Thema:
» Episcopal Diocese of California (anglikanische Diözese in Kalifornien)















Aber immerhin, eine breite Diskussion über eine gelebte Sexualität ist die einzige demokratische Form der Meinungsbildung in einer Gemeinschaft. Da gibt es dann irgendwann diejenigen, die ihren Standpunkt durchsetzen werden. Das haben dann alle zu akzeptieren - so schwer es fällt.