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Hass in sozialen Medien
Elon Musk entsperrt X-Konto von Alex Jones
Erst vor wenigen Tagen veröffentlichte Homo-Hasser Alex Jones ein Computerspiel, bei dem schwule Frösche getötet werden können. Jetzt kann er seinen Hass auf X weiterverbreiten.

Letztes Jahr wurde wegen seiner Lügen über ein Schulmassaker zu einer Milliardenstrafe verurteilt (Bild: IMAGO / ZUMA Wire)
- 11. Dezember 2023, 08:08h 2 Min.
Tech-Milliardär Elon Musk hat den seit 2018 gesperrten Account des extrem queerfeindlichen US-Verschwörungstheoretikers Alex Jones auf der Online-Plattform X, vormals Twitter, wieder freigeschaltet. Der 49-jährige Gründer der rechten Webseite Infowars war zuletzt in mehreren Verfahren wegen seiner falschen Behauptungen zu einem Massaker an einer US-Grundschule zur Zahlung von Schadenersatz in Milliardenhöhe verurteilt worden (queer.de berichtete). Jones hatte über Jahre behauptet, dass der Amoklauf im Dezember 2012 mit Schauspieler*innen inszeniert worden sei. Ein 20-Jähriger hatte damals 20 Schulkinder und sechs Lehrkräfte erschossen. Nach Jones' Behauptungen belästigten Rechtsextreme die trauernden Hinterbliebenen der ermordeten Personen.
Musk hatte zuvor von X-Nutzer*innen in einer nichtrepräsentativen Umfrage wissen wollen, ob der Verschwörungstheoretiker wieder Zugang zu der Plattform erhalten sollte. Laut dem von Musk veröffentlichten Ergebnis sprach sich eine Mehrheit von mehr als 70 Prozent dafür aus. Seit Musks Übernahme des Online-Dienstes wurden zahlreiche Konten, die einst wegen Hassrede oder der Verbreitung potenziell gefährlicher Unwahrheiten blockiert waren, wieder freigeschaltet.

Alex Jones lässt in Computerspiel "Liberale" und schwule Frösche töten
Erst vor wenigen Tagen veröffentlichte Jones ein Retro-Computerspiel, in dem mehrere "Liberale" erschossen werden können. Neben schwulen Fröschen sind das Bill Gates, Bill Clinton, eine Zombie-Version von Hillary Clinton oder der "Nazi-Drache" George Soros – der jüdische Investor im Verschwörungsmilieu als Wurzel allen Übels (queer.de berichtete).
Auch den Account von Ex-Präsident Donald Trump, der nach Zuspruch für seine randalierenden Anhänger im Januar 2021 beim Sturm auf das Kapitol gesperrt wurde, ließ Musk nach einer knapp ausgegangenen Umfrage unter Nutzer*innen im vergangenen Jahr wieder freischalten. Allerdings nutzte Trump – mit einer Ausnahme – den Account bisher nicht wieder, sondern postet stattdessen auf seiner eigenen Plattform "Truth Social".
Mehrere queere Verbände haben X wegen der zunehmenden Hassrede in den letzten Wochen verlassen, dazu zählen der Bundesverbhand Trans*, die Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität und die Deutsche Aidshilfe. (dpa/dk)













