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Bilanz

Jonathan Berlin: Queeres Manifest #ActOut hat Menschen Mut gemacht

Der deutsche Schauspieler Jonathan Berlin zeigt sich erfreut darüber, dass die Initiative #actout vielen Menschen Mut gemacht habe.


Jonathan Berlin hatte sich 2021 im Rahmen der #actout-Kampagne geoutet (Bild: Superbass / wikipedia)

  • 11. Dezember 2023, 12:43h 2 Min.

Nach Meinung des Schauspielers Jonathan Berlin hat die queere Initiative #ActOut seit 2021 sehr große positive Auswirkungen gehabt. "Zum einen hat sie Leute inspiriert – es gab nach uns zum Beispiel #teachout und #churchout. Einige haben uns geschrieben, dass sie durch die Aktion den Mut gefunden haben, sich zu outen", sagte der 29-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Er ist zurzeit in der ARD-Mediathek in der deutsch-norwegischen Thrillerserie "Die Saat – Tödliche Macht" zu sehen. "Dass es in diesem Prozess so vielen Personen geholfen hat, zu sich selbst zu stehen, ist für mich nach wie vor das Schönste", betonte Berlin, der zu den 185 Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern gehörte (queer.de berichtete).

#ActOut war ein Massen-Coming-out von Prominenten gewesen, die mehr Akzeptanz für queere Menschen einforderten. Seit dem Manifest 2021 habe es viele sehr gute Gespräche mit Redaktionen, Produzentinnen und Produzenten und anderen gegeben, sagte der Schauspieler. "Die Türen haben sich geöffnet: queere, aber auch insgesamt gesellschaftliche Vielfalt wird in den Stoffen, die entwickelt werden, stärker und oft auch komplexer erzählt." Es gibt immer noch einiges zu tun, aber man sei auf dem richtigen Weg, sagte der 29-Jährige. "Umso erschreckender ist die wachsende, gesellschaftliche Queerfeindlichkeit, gerade von rechts. Also ist es jetzt besonders essenziell, die Vielfalt abzubilden, die unsere Gesellschaft ausmacht."

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Jonathan Berlin war als zweites von drei Kindern einer Pfarrersfamilie im schwäbischen Günzburg aufgewachsen. Er war unter anderem im Coming-of-Age-Film "Die Freibadclique" (2017), im  sechsteiligen ZDF-Fernsehfilm "Tannbach – Schicksal eines Dorfes" (2018) und im Filmdrama "Der Passfälscher" (2022) zu sehen. (dpa/cw)

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