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Wertschätzende Kultur am Arbeitsplatz
"Pride Index": Diese Arbeitgebenden sind besonders attraktiv für queere Menschen
Beim vierten "Pride Index" zeigt sich, welche Unternehmen sich besonders für Diversity engagieren. Erstmals ist auch die Stadt Berlin im Index vertreten.

Diese Großunternehmen liegen im Pride Index vorne (Bild: Uhlala GmbH)
- 12. Dezember 2023, 07:49h 2 Min.
Die Berliner Uhlala Group hat vergangene Woche eine neue Ausgabe des seit 2019 erscheinenden "Pride Index" veröffentlicht, der das Engagement von in deutschsprachigen Ländern aktiven Unternehmen für queere Mitarbeitende untersucht. Der Index soll für die LGBTI-Community ein Kompass bei der Suche nach Arbeitgebenden darstellen, die sich für eine diversitysensible und wertschätzende Kultur am Arbeitsplatz einsetzen.
Mit mehr als 90 Prozent im "Pride Index" schnitten etwa die Deutsche Welle, Bain & Company, die Allianz, SAP, Bayer, McKinsey, Ketchum, BMG Rights Management oder Euromonitor International sehr gut ab. Auch die Landesverwaltung Berlin, die sich zum ersten Mal dem Auditierungsprozess des "Pride Index" stellte, konnte gleich auf Anhieb über 90 Prozent erzielen. "Die Stadt wird damit ihrem Ruf als Regenbogenhauptstadt gerecht. Mit ihrem Engagement ist sie einmal mehr Vorreiterin unter den deutschen Bundesländern", teilte die Uhlala GmbH mit.
Mehr als 70 Arbeitgebende beteiligen sich am Index
In diesem Jahr zählt der "Pride Index" über 70 Arbeitgebende aus allen Branchen und verschiedener Größen. Auch wenn eine Mehrheit der Teilnehmenden große und bisweilen international tätige Konzerne sind, so umfasst das Feld teilnehmender Arbeitgebender auch zahlreiche Organisationen aus dem Bereich der kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie aus der öffentlichen Verwaltung.
"Lange haben Großkonzerne zu den Vorreiter*innen im Bereich LGBTIQ+-Diversity am Arbeitsplatz gehört. Damit haben sie eine wichtige Funktion übernommen und das Thema überhaupt erst auf die Agenda gesetzt", erklärte Stuart Bruce Cameron, der Initiator des "Pride Index". "Dass wir mit der schultech GmbH aus Baden-Württemberg oder der Deutschen Welle inzwischen Arbeitgebende im Index vertreten haben, die als Kleinunternehmen oder als öffentliche Institution das Herz in die Hand nehmen und mit dem Engagement von Großkonzernen gleichziehen — oder dieses sogar übertreffen — das finde ich zutiefst beeindruckend. Und es zeigt mir deutlich, dass das Thema in der Breite angekommen ist. Und wohin die Reise in den kommenden Jahren gehen wird!" (cw)














