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Krankheiten
WHO sieht globales Risiko: 13.000 Mpox-Fälle im Kongo
Mehr als 600 Todesfälle gibt es bereits. Die größte Sorge der WHO ist eine Ausbreitung über den Kongo hinaus. Neue Infektionen wurden mittlerweile auch in mehreren Ländern Asiens gemeldet.

Mpox-Viren (koloriert) unterm Elektronenmikroskop (Bild: Cynthia S. Goldsmith, Russell Regnery, CDC / wikipedia)
- 16. Dezember 2023, 09:42h 2 Min.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchtet eine neue Ausbreitung der Infektionskrankheit Mpox über die Grenzen der Demokratischen Republik Kongo hinaus. "Wir sind besorgt, dass es zu einer internationalen Übertragung kommt", sagte die WHO-Expertin Rosamund Lewis am Freitag in Genf. Im Kongo sei bereits ein "schneller" Anstieg der Fallzahlen zu beobachten, Ausbrüche gebe es mittlerweile auch in mehreren Ländern in Asien.
Die Behörden in Kinshasa hätten in diesem Jahr schon mehr als 13.000 Verdachtsfälle gemeldet, das seien mehr als doppelt so viele wie in den Vorjahren, sagte Lewis. Mehr als 600 Infizierte seien gestorben. Besorgniserregend sei vor allem, dass in den von der Epidemie betroffenen Gebieten erstmals mehr Frauen als Männer infiziert seien. Die WHO hatte angesichts der Infektionslage im Kongo schon Ende November Alarm geschlagen und eine Expert*innen-Gruppe in das zentralafrikanische Land geschickt.
Zu den Symptomen gehören Fieber und Pusteln
Bei Mpox handelt es sich um eine von infizierten Tieren auf den Menschen übertragbare Virus-Erkrankung. Die WHO hatte die jahrelang als Affenpocken bekannte Krankheit zur Vorbeugung von Stigmatisierungen vor gut einem Jahr umbenannt.
Mpox-Viren waren ursprünglich vor allem bei Nagetieren in West- und Zentralafrika verbreitet. Übertragungen von Mensch zu Mensch sind bei engem Kontakt ebenfalls möglich, etwa beim Sex. Mpox-Infektionen verlaufen in der Regel deutlich milder als die seit etwa 40 Jahren ausgerotteten Pocken. Es können aber auch schwere Verläufe und selten Todesfälle auftreten. Zu den typischen Symptomen der Krankheit gehören Fieber und Pusteln auf der Haut.
Im Mai 2022 begann sich die Krankheit auch außerhalb Afrikas auszubreiten, vor allem in Europa. Betroffen waren hauptsächlich Männer, die Sex mit Männern haben. Die WHO rief wie bei Corona eine gesundheitliche Notlage mit internationaler Tragweite aus, die im Mai 2023 wieder endete. (cw/AFP)














