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"Sterben für Anfänger"
Olivia Jones: "Ich wollte nie an den Tod denken"
Mit Moderator Steffen Hallaschka setzt sich die Hamburger Dragqueen Olivia Jones in der preisgekrönten Doku "Sterben für Anfänger" mit der Endlichkeit auseinander – und erntet viel Lob.

Steffen Hallaschka und Olivia Jones sprachen mit der "Apotheken Umschau" über ihre Doku (Bild: W&B / Florian Thoss)
- 20. Dezember 2023, 06:23h 2 Min.
Den Tod aus seiner Tabuecke holen – das haben Steffen Hallaschka, der seit vielen Jahren die Sendung Stern TV moderiert, und Olivia Jones, Deutschlands bekannteste Dragqueen, geschafft. In ihrer mehrteiligen Doku "Sterben für Anfänger", die mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde, schauen die beiden Entertainer Tieren beim Verwesen zu und sind sogar bei einem assistierten Suizid dabei.
Hallaschka und Jones haben sich diesen Schritt lange überlegt und dabei erkannt, dass ein solcher Entschluss auch sinnerfüllt sein kann. "Deshalb haben wir gesagt: Ja! Wir zeigen das. Weil es uns alle ein gutes Stück kompetenter macht – auch was die öffentliche Diskussion um das Thema angeht", erklärt der 52-jährige Moderator im Interview mit dem Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau".
Mit der Endlichkeit vernünftiger umgehen lernen
Für Hallaschka, der seinen Vater im jungen Alter von 18 Jahren verloren hat, war der Tod immer angstbesetzt. "Der Tod war bei uns zu Hause immer mit schweren Erfahrungen und Trauer verbunden", schildert er. Diese Art mit einem Thema umzugehen, das ohnehin auf jeden Menschen zukommt, insbesondere in fortgeschrittenem Alter, hat ihn genervt. "Ich glaube auch, dass man sich mit diesen Dingen vertraut machen muss, um mit der eigentlichen Endlichkeit vernünftiger und aufgeräumter umzugehen."
Auch Jones outet sich im Gespräch mit der "Apotheken Umschau" als "Anfänger", wie die 54-Jährige erzählt: "Ich wollte bloß nie dran denken, an den Tod oder ans Sterben. Und deshalb habe ich das Thema auch lange einfach von mir weggeschoben."
Viele Zuschauer*innen bedanken sich
Genauso geht es vielen Zuschauer*innen, die sich bei den Entertainern für ihren Mut bedankt haben. Dabei hatten die beiden Serienmacher mit einem Shitstorm schon ab Folge eins gerechnet. Doch das Gegenteil ist der Fall: "Viele sagen uns, wir hätten ihr Leben verändert", freut sich Jones. In der Serie hat sich die zwei Meter große Dragqueen ihren eigenen Sarg gebastelt: "bunt und maßangefertigt".
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Aller Leichtigkeit zum Trotz will Hallaschka die Doku nicht witzig verstanden wissen, "auch wenn wir dem Tod natürlich seine komischen Seiten abringen wollten", räumt er im Gespräch mit dem Gesundheitsmagazin ein: "Trotzdem bleibt er ein Scheißkerl und erwischt viele ganz übel und manche leider auch viel zu früh." (cw/ots)
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