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Der Fall Brianna Ghey

Manchester: Zwei Jugendliche nach Mord an trans Mädchen verurteilt

Zwei 15-Jährige töteten aus purem Hass ein trans Mädchen. Jetzt sprach sie ein Gericht schuldig.


Brianna Ghey starb am 11. Februar, nachdem sie von zwei Mitschüler*­innen mit einem Jagdmesser attackiert wurde

  • 21. Dezember 2023, 09:52h 2 Min.

Eine Geschworenjury in Manchester hat am Mittwoch zwei Jugendliche wegen Mordes an einer trans Mitschülerin schuldig gesprochen. Die beiden zum Tatzeitpunkt 15-Jährigen, ein Junge und ein Mädchen, hatten offensichtlich aus Trans-Hass im Februar die 16-jährige Brianna Ghey in einem Park im 30 Kilometer von Manchester entfernten Warrington getötet (queer.de berichtete). Das Duo hatte mit einem Jagdmesser 38 Mal auf das Opfer eingestochen.

Richterin Amanda Yip sprach von einem "grausamen Angriff". Das Strafmaß soll erst nächstes Jahr verkündet werden, allerdings teilte die Richterin bereits mit, "dass ich wohl lebenslängliche Haft verhängen muss". Yip erklärte laut BBC weiter: "Was ich noch entscheiden muss, ist die Mindesthaftdauer, die Sie absitzen müssen, bevor Sie um vorzeitige Entlassung bitten dürfen." Dazu müsse sie noch Expertenmeinungen einholen. Laut Gesetz müssen wegen Mordes verurteilte Jugendliche für mindestens zwölf Jahre hinter Gittern bleiben, bevor sie die Chance erhalten, wieder auf freien Fuß zu kommen.

Direktlink | Bericht im britischen Nachrichtensender Sky News
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Laut Staatsanwaltschaft hatten die beiden Angeklagten vor dem Mord Hunderte WhatsApp-Nachrichten mit Mord- und Folterfantasien ausgetauscht. Das angeklagte Mädchen gab darüber hinaus zu, sich gerne Videos über Mord und Folter angesehen zu haben. In ihrem Zimmer wurde nach ihrer Festnahme ein handgeschriebener "Mordplan" gefunden, in dem die Tat minutiös geplant war. Die Urteilsverkündung verfolgten beide ohne jegliche Emotionen.

LGBTI-Aktivist*innen machten für den Mord auch die extrem transfeindliche Atmosphäre mitverantwortlich, die insbesondere von der Tory-Regierung in London angeheizt wird, auch von Premierminister Rishi Sunak (queer.de berichtete). Erst vor wenigen Tagen wies die Regierung die Schulen in England an, künftig trans Schüler*innen nicht mehr anzuerkennen (queer.de berichtete). (dk)

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