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Neuland entdecken? Auf nach Curaçao!
In Zusammenarbeit mit KLM Royal Dutch Airlines stellen wir queerfreundliche Reiseziele vor, die nicht zu den bekannten Hot-Spots gehören, aber dennoch ungemein viel zu bieten haben. Der vierte Teil führt uns in die Karibik.

Die berühmteste Uferpromenade von Curaçao: Handelskade in der Insel-Hauptstadt Willemstad (Bild: IMAGO / Westend61)
- 27. Dezember 2023, 04:47h 4 Min.
Cocktail-Fans kennen wahrlich den Bitterorangen-Likör Blue Curaçao, doch die Karibikinsel, nach der er benannt ist, gehört bislang nicht zu den Top-Urlaubsdestinationen. Und das obwohl sie ein echtes Paradies ist und wir Deutschen doch als Reiseweltmeister*innen gelten. Unsere holländischen Nachbar*innen kennen die Antilleninsel dagegen sehr gut. Kein Wunder, denn sie ist ein autonomes Land innerhalb des niederländischen Königreichs und gehört – neben Aruba und Bonaire – zu den ABC-Inseln. Mit nur gut 444 Quadratkilometern ist Curaçao in etwa so groß wie Usedom.
Dank der tropischen Temperaturen lohnt sich eine Reise das ganze Jahr über. Mit palmengesäumten Korallenstränden und 28 Grad Durchschnittstemperatur ist Curaçao aber vor allem ein beliebtes Winterziel für Besucher*innen aus Europa und Nordamerika. Mit KLM ist die Insel in zehn Stunden im bequemen Direktflug ab Amsterdam zu erreichen.

Traumstrände: Curaçao ist ein beliebtes Winterziel für Besucher*innen aus Europa und Nordamerika (Bild: Momentum Dash / flickr)
Die Insel im südlichen Teil des Karibischen Meeres, der von Wirbelstürmen verschont bleibt, wurde 1499 von Alonso de Ojeda, einem Leutnant von Kolumbus, entdeckt. Die spanischen Besatzer*innen nannten das Land im Wasser zunächst "Isla de los Gigantes" (Insel der Riesen), da die Ureinwohner*innen sehr groß waren. Nur wenig später tauchte der Name "Curaçao" erstmals auf, der sich höchstwahrscheinlich von dem spanischen Wort "Corazon" (Herz) herleitet. 1634 eroberte eine Expedition von Johan van Walbeeck Curaçao für die Niederländische Westindien-Kompanie.
Queerfreundlichstes Reiseziel in der Karibik
Heute leben auf der Insel Menschen aus rund 50 Nationen friedlich miteinander. Durch den wechselseitigen Kontakt zwischen indigener, europäischer, asiatischer, arabischer und afrikanischer Lebensweise entstand nicht nur eine vielfältige Küche, die man unbedingt probieren sollte, sondern vor allem eine sehr tolerante Grundeinstellung der Bewohner*innen. "Biba i laga Biba" ("Leben und leben lassen") ist die gelebte Philosophie auf Curaçao.
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Kein Wunder, dass sich das kleine Land auch zum queerfreundlichsten Reiseziel in der Karibik entwickelt hat. In der Insel-Hauptstadt Willemstad kann man eine kleine, aber lebendige Szene erkunden, es gibt queere Strandbars wie den Wet & Wild Beach Club, und seit über einem Jahrzehnt lockt jedes Jahr im Herbst der Curaçao Pride mehrere tausend Menschen an – auch der Premierminister schaut schon mal vorbei. Viele Hotels, Resorts und Restaurants werben gezielt um queere Tourist*innen. In der International LGBTQ+ Travel Association (IGLTA) hat Curaçao innerhalb der Karibik die höchste Mitgliedsrate von Unternehmen.
Zwei neue Wörter lernt man auf der Karibikinsel bereits am ersten Reisetag. Das Wort "dushi" aus der Kreolsprache Papiamento hat viele Bedeutungen – aber alle sind überaus positiv. "Dushi" heißt sowohl "lecker", "nett", "lieb" oder "sexy" und steht auch für "Schatz". Ein weiteres beliebtes Wort ist "danki!", was übersetzt nichts anderes als "danke schön" heißt. Die Inselbewohner*innen sind eben nicht ohne Grund als herzliches und höfliches Völkchen bekannt.
Klein-Holland in der Karibik
Die Landschaft auf Curaçao ist reizvoll und abwechslungsreich. Das trockene Klima prägt die Insel mit Agaven, Dornsträuchern und meterhohen Kakteen. Im Westen und im Süden findet man paradiesische Buchten und Badestrände. Der Norden und die Ostseite der Insel sind rau und wild. Höchste Erhebung ist der Christoffelberg mit 372 Metern, um den herum ein Nationalpark liegt, den man wandernd, zu Pferd oder mit dem Geländewagen erkunden kann. Niederländische Kolonialarchitektur ziert nicht nur die hübsche Hauptstadt Willemstad, eine Unesco-Welterbestätte. Verteilt auf der Insel stehen außerdem noch 55 Curaçao-Landhuizen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, von denen man rund 20 besichtigen kann.
Auch ein Ausflug auf die unbewohnte Nachbarinsel Klein-Curaçao lohnt sich. Vor allem für Taucher*innen ist die über 60 Millionen Jahre alte Unterwasserwelt der Karibikinsel unvergleichlich: Über 500 farbenprächtige Fischarten – darunter Ammenhaie, drei verschiedene Meeresschildkrötenarten und zahlreiche Anemonenarten sowie Krebse und Muscheln – tummeln sich an eindrucksvollen Korallenriffen.
Auch Cocktails-Fans werden auf der Insel positiv überrascht sein: Denn der aus echten Laraha, nur auf der Insel wachsenden Pomeranzen, hergestellte Blue Curaçao schmeckt ganz besonders lecker.
KLM fliegt täglich von Amsterdam in zehn Stunden direkt nach Curaçao. Zubringerflüge gibt es von zehn deutschen Flughäfen. Weitere tägliche Flugverbindungen gibt es mit dem KLM-Partner Air France über Paris.



















