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Polizeibericht
Transfeindliche Attacke in Berlin-Schöneberg
- 3. Januar 2024, 04:49h 2 Min.
Ein unbekannt gebliebener Mann beleidigte am Montagabend in Berlin-Schöneberg eine trans Frau, besprühte sie mit Reizgas und stahl ihre Handtasche. Das meldete die Polizei der Hauptstadt am Dienstag.
Laut Polizeibericht war die 35-Jährige gegen 19 Uhr in der Frobenstraße unterwegs, als der Angreifer sich herablassend über ihre Transsexualität geäußert haben soll. Die Frau verlor bei der Reizgas-Attacke die Orientierung. Diesen Moment soll der Tatverdächtige genutzt haben, um ihr die Handtasche zu entreißen und in unbekannte Richtung zu flüchten.
Die 35-Jährige erlitt Augen- und Hautreizungen und wurde am Ort von alarmierten Rettungskräften ambulant behandelt. Die weiteren Ermittlungen führt, wie bei Hasskriminalität üblich, der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin. Eine Beschreibung des Angreifers wurde nicht veröffentlicht.
Weiterer Vorfall in Schöneberg
Erst in der Nacht zu Sonntag war es in Berlin-Schöneberg zu einem queerfeindlichen Angriff gekommen: Ein Paar im Alter von 22 und 24 Jahren wurde in der Zietenstraße von einer vierköpfigen Männergruppe beleidigt und krankenhausreif geschlagen (queer.de berichtete).
Immer wieder gibt es aus Berlin Berichte über queerfeindliche Übergriffe, da die Polizei des Stadtstaats mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik macht und diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit meldet. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*innen für LGBTI. (pm/cw)













