https://queer.de/?48031
USA
Homo-Hasserin Kim Davis muss schwulem Paar 360.000 Dollar zahlen
Vor acht Jahren verhinderte Kim Davis, dass in ihrem Bezirk gleichgeschlechtliche Paare heiraten dürfen. Jetzt erhält sie die Rechnung für ihren Hass.

Kim Davis im Jahr 2015 bei einer Pressekonferenz neben ihrem Sohn Nathan (Bild: IMAGO / ZUMA Wire)
- 3. Januar 2024, 11:57h 2 Min.
Kim Davis, die ehemalige Stadtschreiberin des ländlichen Bezirk Rowan County in Kentucky, muss einem gleichgeschlechtlichen Paar insgesamt rund 360.000 Dollar (330.000 Euro) zahlen. Wie die Tageszeitung "Lexington Herald-Leader" berichtet, hat ein Bundesgericht am Dienstag die 58-Jährige verpflichtet, dem Klägerpaar 260.104 Dollar an Anwaltskosten zu erstatten. Bereits letzten September hatte eine Geschworenenjury die christliche Fundamentalistin zur Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 100.000 Dollar an das Paar verurteilt (queer.de berichtete).
Hintergrund ist, dass Davis dem Paar 2015 die Eheschließung verweigert hatte, obwohl der Oberste Gerichtshof in Washington zuvor das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben für verfassungwidrig erklärt hatte (queer.de berichtete). Davis hatte damals den Posten der "City Clerk" inne und war damit auch Chefin des Bezirks-Standesamtes.
Dreifach geschiedene Davis machte sich Sorgen um die Ehe
Davis begründete ihre Weigerung mit ihrem religiösen Glauben. Sie könne als Christin nicht dazu gezwungen werden, derartige Heirats-Urkunden für Homosexuelle auszustellen. Davis wurde mit ihrer Weigerung zu einer Heldin konservativer Kräfte. Sie wurde damals sogar in Beugehaft genommen (queer.de berichtete). Später kam die selbst in vierter Ehe lebende Christin wieder auf freien Fuß und ließ sich in Groß-Demos feiern (queer.de berichtete). Bei der nächsten Wahl zur "City Clerk" entzogen ihr die Wähler*innen des Bezirks schließlich das Vertrauen (queer.de berichtete).
Das Anwaltsteam von Davis kündigte bereits an, Rechtsmittel gegen die Entscheidung vom Dienstag einzulegen. Dieser Fall wird dann vor dem selben Gericht behandelt, das bereits gegen Davis entschieden hatte. Auch ein Gang zum Supreme Court in Washington sei geplant – allerdings hatte dieses Gericht bereits abgelehnt, das erste Urteil über die 100.000 Dollar Schadensersatz zu überprüfen. (dk)
Mehr zum Thema:
» Kim Davis: Die neue Heldin der Homo-Hasser (03.09.2015)















