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Auf diese fünf Serien freuen wir uns in 2024
Zu Jahresbeginn ist wie so oft vieles noch ungewiss. Dennoch gibt es auch jetzt schon eine ganze Reihe von queeren Serien, auf die wir uns in diesem Jahr definitiv und mit guten Gründen freuen.

Tom Hollander als schwuler Autor Truman Capote in "Feud: Capote vs. The Swans" (Bild: Pari Dukovic / FX)
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6. Januar 2024, 03:14h 4 Min.
Ein Ausblick auf das queere Serienjahr 2024? Gar nicht so einfach. Denn selbst zu Jahresbeginn ist vieles noch ungewiss. Wird die dritte Staffel von "The White Lotus", die ab Februar in Thailand gedreht wird, womöglich noch vor Jahresende ausgestrahlt? Und hat die Geschichte, die in "True Detective: Night Country" mit Jodie Foster in der Hauptrolle erzählt wird, einen LGBTI-Bezug? Nur die Zeit wird es zeigen. Was allerdings nicht heißt, dass es nicht schon eine ganze Reihe von Serien gibt, auf die wir uns in diesem Jahr definitiv und mit guten Gründen freuen, wie unsere kleine Liste zeigt.
Feud: Capote vs. The Swans
Man mag von Ryan Murphy halten, was man will, aber mindestens mit Blick auf die Besetzungsliste klingen die von ihm verantworteten Serien immer wieder ungemein spannend. "Feud: Capote vs. The Swans" stellt da keine Ausnahme dar. Sieben Jahre nach der ersten Staffel, in der es um den Konkurrenzkampf zwischen Bette Davis und Joan Crawford ging, kommt nun endlich die nächste Runde dieser Anthologie-Reihe an den Start. Die neuen Folgen, u.a. inszeniert von Gus van Sant und Jennifer Lynch, erzählen vom legendären schwulen Autor Truman Capote, der es sich in den 1960er Jahren mit gleich einer ganzen Reihe von High-Society-Freundinnen verdarb, als er deren Privatleben für seine Tratsch-Artikel und den schließlich erst posthum veröffentlichten Roman "Answered Prayers" ausschlachtete. Capote wird hier von Tom Hollander gespielt, der sich wie kein zweiter heterosexueller Brite auf queere Figuren versteht ("The Night Manager", "The White Lotus"), dazu kommen mit Naomi Watts, Diane Lane, Chloe Sevigny, Demi Moore oder Calista Flockhart gleich eine ganze Reihe prominenter Schauspielerinnen sowie schwule Nebendarsteller wie Joe Mantello, Yuval David oder Russell Tovey.
Ripley

Andrew Scott als Tom Ripley in "Ripley" (Bild: Netflix)
Schon mehrfach wurde der Roman "Der talentierte Mr. Ripley" der lesbischen Schriftstellerin Patricia Highsmith adaptiert, u.a. 1960 mit Alain Delon oder vor 25 Jahren mit Matt Damon und Jude Law. Nun kommt die Geschichte über den zum Mörder werdenden Betrügers Tom Ripley als achtteilige Serie zu Netflix – und den psychopathischen Protagonisten spielt niemand anderes als Andrew Scott. Der schwule Ire, u.a. bekannt als Hot Priest in "Fleabag" sowie durch "Pride", ist in diesem Jahr außerdem in dem fantastischen Drama "All of Us Strangers" von Andrew Haigh zu sehen, das am 8. Februar in die deutschen Kinos kommen wird. Mit dabei in "Ripley" sind auch Dakota Fanning, Johnny Flynn sowie Stings non-binärer Spross Eliot Sumner.
Schwarze Früchte
Bereits 2022 empfahl sich Lamin Leroy Gibba mit dem selbst geschriebenen Kurzfilm "Hundefreund" als queere Hoffnung in der deutschen Filmbranche und landete nicht ohne Grund bei queer.de auf der Liste der Shooting Stars des Jahres. Inzwischen hat der Hamburger nicht nur Preise für sein Theaterstück "Doppeltreppe zum Wald" abgeräumt und wurde vom Magazin "Forbes" auf der renommierten Liste "30 Under 30" platziert, sondern hat – als Autor und Hauptdarsteller gleichermaßen – auch seine erste eigene Serie abgedreht. "Schwarze Früchte", produziert u.a. von "Futur Drei"-Macher Faraz Shariat und vor wie hinter der Kamera von einem bewusst sehr queeren und vor allem BIPoC-Team verantwortet, erzählt von einem Schwarzen, queeren Mittzwanziger, der durch den Tod seines Vaters aus der Bahn geworfen wird. Eine Ausstrahlung in der ARD-Mediathek ist für die zweites Jahreshälfte 2024 vorgesehen.
Kaiser Karl
2024 ist das Jahr der Serien über schwule Modedesigner. Im Januar startet "Cristobál Balenciaga", im Februar dann "The New Look" über Christian Dior. Und später im Jahr folgt endlich auch die erste fiktionale Auseinandersetzung mit Karl Lagerfeld. "Kaiser Karl" ist eine französisch-amerikanische Koproduktion, die wohl vor allem in den 1970er und 1980er Jahren spielen soll. Die Hauptrolle hat Daniel Brühl übernommen, unterstützt wird er unter anderem von queeren Kollegen wie Arnaud Valois (als Yves Saint Laurent) und Théodore Pellerin (als Jacques de Bascher). Als Marlene Dietrich ist außerdem Sunnyi Melles mit von der Partie. Ein US-Kinofilm, in dem Jared Leto den ikonischen deutschen Designer spielt, ist derweil auch in Planung.
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Interview with the Vampire
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Das genaue Datum ist noch nicht bekannt, doch es dürfte sich nur noch um wenige Monate handeln, bis die zweite Staffel von "Interview with the Vampire" endlich ausgestrahlt wird. Mehr (nicht selten queeren) Sex und obendrein Blut als in dieser modernisierten Verfilmung des Romans von Anne Rice gab es letztes Jahr kaum zu sehen, und es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn sich daran in den neuen Folgen etwas ändert.
Darüber hinaus kehren 2024 aber auch ein paar andere Serien mit LGBTI-Personal zurück, bei denen wir uns über neue Staffeln freuen, darunter "Hacks", "Industry", "P-Valley", "High Town", "Chucky" und natürlich "Heartstopper" und "Young Royals".
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