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US-Fernsehpreise verliehen
Jennifer Coolidge dankt "all den bösen Schwulen" für ihren Emmy
Bei den Emmys gab es wieder mehrere queere Momente: Am meisten Eindruck hinterließ Komikerin Jennifer Cooldige.

Jennifer Coolidge in der zweiten Staffel von "The White Lotus" (Bild: HBO)
- 16. Januar 2024, 07:32h 3 Min.
In Los Angeles sind am Montagabend zum 75. Mal die wichtigsten Fernsehpreise der Welt vergeben worden – und Jennifer Coolidge zählte zu den Siegerinnen der Primetime Emmy Awards: Für ihre Rolle in der zweiten Staffel von "The White Lotus" erhielt sie den Preis als beste Nebendarstellerin in einer Dramaserie – und dankte dabei auch ihrer Fanbasis: "Ich will nur sagen: Ich möchte all den bösen Schwulen danken", sagte die 62-Jährige unter dem lauten Applaus des Publikums. Coolidge hatte bereits ein Jahr zuvor einen Emmy für ihre schauspielerische Leistung in "The White Lotus" gewonnen.
/ THR#TheWhiteLotus star Jennifer Coolidge thanks "all the evil gays" during her acceptance speech for winning Supporting Actress in a Drama Series at the 75th #Emmys pic.twitter.com/nxTPEHUBCJ
The Hollywood Reporter (@THR) January 16, 2024
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Mit ihrem Gay-Spruch spielte Coolidge auf die "White Lotus"-Handlung an, in der ihre Figur Tanya Angst hat, von Schwulen ermordet zu werden – unter anderem mit dem inzwischen als Meme verbreiteten Satz: "These gays, they're trying to murder me" (Diese Schwulen versuchen, mich zu ermorden).
/ oocwhitelotusGolden Globe winner Jennifer Coolidge pic.twitter.com/pAjvig2cPA
out of context the white lotus (@oocwhitelotus) January 11, 2023
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Zu den weiteren queeren Gewinner*innen zählt RuPaul, der für sein "Drag Race" erneut den Preis als das bestes "Reality Competition Program" erhielt – zum insgesamt fünften Mal. Dabei setzte sich die inzwischen 15. Staffel der Realityshow unter anderem gegen Schwergewichte wie "Survivor" oder "The Voice" durch. In seiner Dankesrede zeigte sich RuPaul angesichts der augenblicklich aufgeheizten Stimmung in den USA politisch: "Wenn dir eine Dragqueen eine Geschichte in einer Bücherei vorlesen will, hört auf sie", so der 63-Jährige. "Weil Wissen Macht ist. Und wenn Leute versuchen, euren Zugang zur Macht einzuschränken, versuchen sie, dir Angst einzujagen."
/ HRCIf someone is trying to restrict your access to power, they are trying to scare you.
Human Rights Campaign (@HRC) January 16, 2024
Can we get an amen? Wise words from @RuPaul and @RuPaulsDragRace on the importance of protecting our power as LGBTQ+ people in the face of anti-drag attacks. #Emmys pic.twitter.com/374Ppl5p4t
Die meisten Preise bei den Primetime Emmys konnten "The Bear" und "Succession" gewinnen. Ernüchternd verlief der Abend dagegen für die teilweise queere Horrorserie "The Last of Us". Sie ging – nach Nominierungen etwa für die beste Dramaserie oder für Hauptdarsteller*innen Pedro Pascal und Bella Ramsey – leer aus.
Elton John ist im EGOT-Club
Erfolgreich war dagegen wieder einmal Elton John: Sein Disney+-Konzertfilm "Elton John Live: Farewell from Dodger Stadium" wurde als beste Unterhaltungssendung ausgezeichnet – und schlug dabei unter anderem die SuperBowl-Halbzeitshow mit Rihanna. Er hat damit den begehrten EGOT-Status erreicht, das heißt, er hat alle vier großen Entertainment-Awards gewonnen: Emmy (Fernsehen), Grammy (Musik), Oscar (Film) und Tony (Theater/Musical). Vor ihm hatten nur 18 Personen dieses Status erreicht, darunter Audrey Hepburn, Whoopi Goldberg und Tim Rice.
Aus queerer Sicht ist auch der Sieg der mit einer Frau verheirateten Schauspielerin Niecy Nash-Betts interessant: Sie gewann als beste Nebendarstellerin in einer Anthologie-Serie für ihre Rolle in "Dahmer – Monster: Die Geschichte von Jeffrey Dahmer". Dabei handelt es sich um ihren ersten Sieg bei den Primetime Emmys nach vier Nominierungen. Die 53-Jährige sprach in ihrer Dankesrede Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA an. (dk)
/ glaadNIECY NASH. #Emmys pic.twitter.com/LpmOnNaILD
GLAAD (@glaad) January 16, 2024
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