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Er wurde nur 29 Jahre alt

Schwuler Stabhochspringer Shawn Barber gestorben

2015 wurde Shawn Barber Weltmeister im Stabhochsprung, zwei Jahre später outete er sich als schwul. Jetzt schockiert die Todesmeldung des kanadischen Athleten die Sportwelt.


Shawn Barber bei seinem größten Erfolg bei der Leichtathletik-WM 2015 in Peking (Bild: IMAGO / Sven Simon)
  • 19. Januar 2024, 09:04h 2 Min.

Der kanadische Stabhochspringer Shawnacy "Shawn" Barber ist tot. Wie die University of Akron mitteilte, starb der Sportler am Mittwoch im Alter von nur 29 Jahren in seinem Haus im texanischen Kingswood an "medizinischen Komplikationen". Barber, der auch die amerikanische Staatsbürgerschaft besaß, sei bereits seit "einiger Zeit" krank gewesen. Über die Art der Erkrankung ist bislang nichts bekannt.

Barber hatte 2015 bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking die Goldmedaille als damals 21-Jähriger gewonnen. Bis 2018 gewann er weitere Medaillen bei internationalen Wettbewerben, etwa bei den Commonwealth Games oder den Pan American Games. Bis heute sind seine besten Sprünge von exakt sechs Metern in der Halle bzw. 5,93 Meter draußen kanadische Rekorde im Stabhochsprung. Er stammt aus einer Stabhochsprung-Familie: Sein Vater war 1983 bei der ersten Leichtathletik-WM für Kanada in dieser Disziplin gestartet.

/ _OwenM_

2017 outete sich Barber als schwul (queer.de berichtete). "Gay and proud! Dank an meine Eltern, weil ihr so eine große Stütze wart", erklärte er damals. Das Coming-out war für viele überraschend, da er erst ein Jahr zuvor positiv auf Kokain getestet worden war, eine Sperre aber verhindern konnte, weil er behauptete, dass er über ein Datingportal eine Frau getroffen habe, die vorher Kokain konsumiert hatte, und mit ihr intim geworden sei.

Online verabschiedeten sich mehrere Mitstreiter*innen und Verbände von Barber. "Unsere Gedanken und Gebete gehen an die Familie und Freunde von Shawn Barber", schrieb der kanadische Leichathletikverband auf X.

/ AthleticsCanada
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Der Leichtathletik-Weltverband erkläre, man müsse Abschied nehmen von einem "hervorragenden Athleten". Der Franzose Renaud Lavillenie, der Stabhochsprung-Olympiasieger von 2012, erklärte: "Die Stabhochsprung-Familie hat einen erstaunlichen Menschen verloren. Wir werden dich niemals vergessen." (dk)

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