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"Ich bin ein Star – Holt mich hier raus"

Twenty4Tim und Lucy erzählen tränenreich aus ihrem Leben

Im Dschungelcamp haben am Wochenende die beiden queeren Stars emotionalen Ballast abgeladen.


Twenty4Tim umarmt im Dschungel die aufgelöste Lucy Diakovska (Bild: RTL)

  • 22. Januar 2024, 09:10h 4 Min.

Am Wochenende haben die queeren Kandidat*innen Twenty4Tim und Lucy Diakovska bei "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus" mit Tränen in den Augen über Schwierigkeiten aus ihrem Leben berichtet. Twenty4Tim erzählte in der am Samstag ausgestrahlten Folge über Hass im Netz gegen seine Person: "Das ist eins meiner größten Geheimnisse. Ich gehe fast immer mit Security aus dem Haus, weil der Hass nicht nur online bleibt bei mir, sondern er auch in die Realität umgeswitcht wird. Meiner Mutter rufen sie 'Hurentochter' hinterher", so der 24-Jährige.

Als androgyner Mann erwecke er viel Hass bei den Leuten, erklärte Twenty4Tim weiter: Den meisten Hass habe er vor zwei Jahren nach diversen Instagram-Storys während der Flutwelle abbekommen, die er aus dem vollgelaufenen Keller seiner Mutter postete. "Ich wusste nicht, dass die Flut ein Riesenproblem in Deutschland ist und Menschen sterben. Ich hatte an dem Tag eine bezahlte Kooperation, die stattfinden musste. Ich kann mir seitdem anhören, dass ich das Leid der Menschen ausgenutzt habe. Aber so war es nicht gemeint", sagte er. "Das hängt mir bis heute nach. Ich kann mich zehnmal dafür entschuldigen, aber da wird das Ausmaß noch schlimmer. Das macht mich traurig." Und weiter: "Man hat Angst davor, was kommt als Nächstes?"


Twenty4Tim wird ganz emotional (Bild: RTL)

Im Dschungeltelefon fuhr Tim traurig fort: "Wenn man in der Öffentlichkeit steht, gibt es immer Menschen, die einen suspekt und ekelig finden. Für meine Art und für mein Dasein werde ich seit meiner Kindheit beleidigt und bedroht. Weil ich nicht maskulin bin, macht das die Leute aggressiv. Ich will nicht, dass meine Mama sich Sorgen macht. Ich mache, was ich will. Ich gucke nach vorne."

Lucy ist in einer "Situationship"

Am Sonntag zeigte sich No-Angels-Star Lucy Diakovska in einer wegen einer NHL-Übertragung auf weniger als eine Dreiviertelstunde gekürzten Show ebenfalls emotional – als Reaktion auf eine Frage von Kandidatin Cora Schumacher, ob Lucy eine feste Partnerin habe: "Leider nicht. Ich habe zwar jemanden kennengelernt, aber es ist kompliziert. It's more of a Situationship", so Lucy, die gleich das neudeutsche Wort erklärte: "Das ist mehr als Friendship und weniger als Relationship", so die 47-Jährige im Dschungeltelefon.

Im Camp öffnete sie sich weiter und berichtete, dass sie große Probleme hat, Liebe anzunehmen. Kaum ausgesprochen schossen ihr sofort die Tränen in die Augen, woraufhin Tim sie tröstete. Nicht nur ihr Beziehungsleben sei kompliziert, auch die schwierige Kindheit sei für die Sängerin ein Problem. "Ich bin seit vier Monaten in Therapie, um vieles in meinem Leben aufzuräumen", so Lucy weiter.


Lucy Diakovska kommen die Tränen (Bild: RTL)

Sie sprach dabei besonders über Probleme mit ihrer Mutter, die bereits verstorben ist. Ihr fehlten die Worte "Ich liebe dich" in ihrem Leben. Ihr fehle auch ihre Mutter, obwohl diese "oftmals unerträglich und distanziert" ihr gegenüber war. Lob für den beruflichen Erfolg mit den No Angels habe es nie gegeben. "Warum ist meine Mutter so böse zu mir? Mein Leben lang", fragte sich Lucy selbst. "Ich habe so viele unbeantwortete Löcher in mir." Im Dschungeltelefon brach Lucy dann völlig in Tränen aus: "Sie ist einfach gegangen und ich bin geblieben mit dem Gefühl, dass sie sich nicht wirklich für mich interessiert hat. Und das ist so schwer zu ertragen!"

Cora-Auszug und RTL+-Panne

In der Sonntagsshow sorgte vor allem der überraschende Auszug von Cora Schumacher für Schlagzeilen: "Kurz vor der dritten Live-Show hat Cora Schuhmacher den Satz 'Ich bin ein Star – Holt mich hier raus' gesagt und das Camp damit auf eigenen Wunsch verlassen. Alles weitere zu dem freiwilligen Auszug gibt es in der nächsten Live-Show", erzählte dazu Moderatorin Sonja Zietlow knapp. Ihr Begleiter Jörg Kunze, Coras bester Freund, erklärte im RTL-Interview, dass Lucys Geschichte Cora möglicherweise zum Auszug gewogen habe: "Ich kann mir vorstellen, dass die Geschichte von Lucy auch sie selbst getoucht hat."

Für Schlagzeilen sorgte außerdem, dass am Sonntagabend kurz nach dem Ende der Dschungelshow der Streamingservice RTL+ zusammengebrochen ist – aufgrund der "extrem hohen zeitgleichen Nutzung", wie RTL mitteilte. Viele Fans mussten daher auf die Talkshow "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! Die Stunde danach" mit Olivia Jones und Angela Finger-Erben, die wegen Football nur im Streamingportal lief. Bis jetzt können bei Abrufversuchen auf RTL+ Fehlermeldungen auftreten.

Die nächste Folge des Dschungelcamps wird um 22.15 Uhr auf RTL und RTL+ ausgestrahlt. (cw)

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