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Samtgemeinde Wesendorf
Häuser mit Pridefahnen attackiert: Fünf Jugendliche ermittelt
Über mehrere Monate sollen sie Regenbogenflaggen gestohlen, Häuser beschmiert sowie mit Böllern und Eiern attackiert haben: Nun hat die Polizei im Landkreis Gifhorn fünf tatverdächtige Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren ermittelt.

Symbolbild: Regenbogenfahne an einem Fenster (Bild: IMAGO / Geisser)
- 24. Januar 2024, 07:07h 2 Min.
Die Staatsanwaltschaft Hildesheim und die Polizeiinspektion Gifhorn haben nach queerfeindlichen Diebstählen und Sachbeschädigungen in Wesendorf am Dienstag einen Ermittlungserfolg vermeldet.
Im Zeitraum von Anfang April bis Oktober des vergangenen Jahres wurden im Bereich der Samtgemeinde Wesendorf gezielt Wohnhäuser attackiert, die eine Regenbogenfahne gehisst hatten. Die Flaggen wurden von den Privatgrundstücken entwendet oder dieses zumindest versucht, zudem wurden Eier und Feuerwerkskörper auf Fassaden und Grundstücke geworfen (queer.de berichtete).
Erste Hausdurchsuchung im Oktober 2023
Die akribisch geführten Ermittlungen zu den jeweiligen Taten ergaben schließlich einen Tatverdacht. Bereits im Oktober 2023 durchsuchten Polizeibeamte daraufhin die Wohnung eines Tatverdächtigen, nachdem die Staatsanwaltschaft Hildesheim einen richterlichen Beschluss hierfür beantragt hatte. Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse hieraus erweiterte sich der Kreis der Tatverdächtigen. Es handelt sich dabei um bislang fünf Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren. Bei den zuletzt ermittelten Tatverdächtigen wurden Ende der vergangenen Woche ebenfalls Durchsuchungsbeschlüsse der jeweiligen Wohnungen vollstreckt.
Das Ermittlungsverfahren wird unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Hildesheim durch den Zentralen Kriminaldienst der Polizei Gifhorn fortgeführt. Weitere Details zu den Ermittlungen oder den Motiven werden in Hinblick auf das Alter der Tatverdächtigen nicht genannt.
16-Jähriger bittet Opfer um Entschuldigung
Einer dieser Tatverdächtigen, ein 16-Jähriger, suchte am 22. Januar 2024 eines der Opfer auf, dem eine Regenbogenfahne gestohlen wurde. Im Gespräch entschuldigte sich der Jugendliche für sein Handeln und bot Schadensersatz an. (cw/pm)















