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Florida
Trans Frau gewinnt Golf-Turnier – und erntet Hass
Der Sieg der trans Sportlerin Hailey Davidson bei einem Golfturnier in Florida führte zu den inzwischen üblichen Beschimpfungen. Doch die Schottin wehrt sich.
- 24. Januar 2024, 13:43h 2 Min.
Die schottische Golferin Hailey Davidson hat vergangene Woche das Golfturnier "NXXT Women's Classic" nahe Orlando in Florida gewonnen. Der Sieg der 31-jährigen trans Athletin sorgte dabei auch für transfeindliche Kommentare in sozialen Medien. Im britischen Frühstücksfernsehen berichtete Davidson gar von Todesdrohungen, die sie nach dem Sieg erhalten habe. Aus diesem Grund gehe sie etwa abends nicht aus.
Auf ihrer Instagram-Seite kommentierte Davidson am Wochenende die Hassbotschaften mit den Worten: "Es ist immer interessant, dass niemand wütend wird, bis es irgendeinen Erfolg gibt." Ferner erklärte sie, dass sie entgegen einem großen Teil der Sportberichterstattung noch weit davon entfernt sei, sich für die zweiten Golf-Liga der Frauen zu qualifizieren. "Ich werde niemals zulassen, dass der Hass gewinnt, vor allem wenn er auf Fehlinformationen beruht."
Studie: Leistung von trans Athlet*innen gleicht sich nach zwei Jahren an
Davidson sprach sich auch dafür aus, dass es Regeln für trans Athlet*innen geben solle, widersprach aber der Ansicht, dass trans Frauen grundsätzlich einen unfairen Vorteil gegenüber cisgeschlechtlichen Frauen habe. Das geht auch aus wissenschaftlichen Untersuchungen hervor: Eine Studie aus dem Jahr 2021 kam etwa zu dem Ergebnis, dass sich die sportliche Leistungsfähigkeit von trans Frauen und Männern nach zwei Jahren Hormonbehandlung der von cis Frauen und Männern angleiche (queer.de berichtete).
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In den USA und anderen Ländern gibt es derzeit eine große Debatte darum, ob trans Personen Breiten- oder Leistungssport mit ihren Geschlechtsgenoss*innen betreiben dürfen. Mehrere amerikanische Bundesstaaten beschlossen daher sogar, trans Schülerinnen vom Schulsport der Mädchen auszuschließen (queer.de berichtete). Die queerfreundliche Biden-Regierung bezeichnete dies als Mobbing (queer.de berichtete).
Davidson, die seit einem Vierteljahrhundert in den Vereinigten Staaten lebt, hatte im Mai 2021 als erste trans Frau im amerikanischen Frauen-Golf gewonnen – der neue Sieg in Florida war erst ihr zweite Erfolg. Die Golferin hatte bereits 2014 ihre Hormonbehandlung begonnen und sich im Januar 2021 einer geschlechtsangleichenden Operation unterzogen. (dk)
















