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Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen im Berliner Tiergarten (Bild: Marko Priske / Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas)
- 25. Januar 2024, 02:52h 1 Min.
Nach einem Brandanschlag auf das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Berlin und weiteren Taten beginnt am Donnerstag (9.30 Uhr) der Prozess gegen einen 63-Jährigen. Der Mann soll am 12. August 2023 am Tatort homophobe Pamphlete hinterlassen haben, in denen er unter anderem einen Bibelvers aus dem 3. Buch Mose Kapitel 20, Vers 13 zitierte. Diese Bibelstelle wird häufig für queerfeindliche Agitation missbraucht. Darin heißt es in der deutschen Übersetzung wörtlich: "Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen; beide haben den Tod verdient; ihr Blut kommt auf sie selbst" (queer.de berichtete).
Am selben Tag soll der Angeklagte eine sogenannte Bücherbox unweit eines Deportationsmahnmals am Bahnhof Grunewald in Brand gesetzt und zerstört haben. Zudem soll der 63-Jährige einen Brandanschlag auf einen Verein lesbischer Frauen in Neukölln verübt und einige Tage zuvor auch anti-muslimische Zettel an eine Moschee und andere Einrichtungen gehängt haben.
In dem Prozess vor dem Berliner Landgericht wegen Volksverhetzung, versuchter schwerer Brandstiftung und Sachbeschädigung strebt die Staatsanwaltschaft die Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus an. (cw/dpa)













