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Mehr Raum für die Community
CSD Berlin: Keine Gebühren für Trucks gemeinnütziger Vereine
Der Berliner CSD lässt in diesem Jahr 75 Fahrzeuge zu – 35 Startnummern sind für Vereine reserviert. Unternehmen müssen nachweisen, dass sie sich für die Community einsetzen. Truck-Anmeldungen sind ab dem 1. Februar möglich.

Truck der Deutschen Bahn und ihres queeren Mitarbeiter*innen-Netzwerks "railbow" beim Berliner CSD 2023 (Bild: IMAGO / Christian Spicker)
- 30. Januar 2024, 03:55h 2 Min.
Ab dem 1. Februar 2024 können Unternehmen, Vereine, Clubs, Parteien und weitere (politische) Akteur*innen der queeren Community ein Fahrzeug für den Berliner CSD 2024 anmelden. Der CSD in Berlin wird in diesem Jahr am Samstag, den 27. Juli 2024 stattfinden. Gemeinnützige Vereine zahlen in diesem Jahr gar keine Anmeldegebühr, für alle anderen Vereine werden die Anmeldegebühren auf 500 Euro gedeckelt. Unternehmen können mit queeren Vereinen kooperieren und erhalten dafür einen Preisnachlass. Fahrzeuge mit einem umweltfreundlichem Antrieb erhalten 20 Prozent Rabatt auf die Startgebühr.
"Wir wollen, dass die queere Community die Möglichkeit bekommt, überproportional sichtbar auf dem CSD 2024 zu sein", erklärte Ulli Pridat, Mitglied im Vorstand des Berliner CSD e.V. "Durch die Absenkung der Gebühren für gemeinnützige Vereine und einer Deckelung der Startgebühr für alle anderen Vereine möchten wir insbesondere kleineren, queeren Vereinen mehr Raum auf dem CSD geben. Wir haben uns ganz bewusst für eine Entlastung weniger finanzstarker Vereine in der Community entschieden."
"Wir wollen kein Pinkwashing auf unserem CSD"
Bis zu 75 Trucks werden auf dem diesjährigen CSD in Berlin zugelassen. Insgesamt 35 Startnummern werden für Vereine reserviert, 40 weitere Startnummern werden an Unternehmen, Parteien, Clubs und politische Akteur*innen vergeben (First-come-first-serve-Basis). Die Fahrzeuganmeldung für Vereine ist bis zum 1. Mai möglich, für alle anderen bis zum 15. Mai 2024.
"Wir wollen kein Pinkwashing auf unserem CSD und daher nur Unternehmen mit einem Fahrzeug zulassen, die sich auch nachweisbar für die queere Community einsetzen", stellte Vorstandsmitglied Mara Geri klar. "In der aktuellen gesellschaftlichen Situation ist das mehr als notwendig. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, nur noch Unternehmen zuzulassen, die eine queere Netzwerkgruppe haben oder im ganzen Jahr in der queeren Community aktiv sind." (cw/pm)














