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  • 31. Januar 2024, 03:53h 2 Min.

Auch der Queer­beauftragte Sven Lehmann hat die gemeinsame Erklärung unterschrieben (Bild: Bundes­regierung / Steffen Kugler)

Die Beauftragten des Bundes für Minderheitenschutz und gegen Rassismus haben den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus zum Anlass genommen für eine kritische Bestandsaufnahme.

In einer gemeinsamen Erklärung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es: "Wenn wir heute der Millionen Opfer des Nationalsozialismus gedenken, dann tun wir dies in einer Zeit, in der Jüdinnen und Juden in Deutschland wieder Angst um ihre Sicherheit haben müssen. Wir tun es in einer Zeit, in der sich unzählige Menschen durch rechtsextremistische Vertreibungspläne existenziell bedroht fühlen."

Unterzeichnet haben die Erklärung die Anti­diskriminierungs­beauftragte Ferda Ataman, der Beauftragte der Bundes­regierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, Felix Klein, die Antirassismus-Beauftragte Reem Alabali-Radovan, der Queer-Beauftragte Sven Lehmann, der Beauftragte der Bundes­regierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, sowie der 2022 berufene Antiziganismusbeauftragte Mehmet Daimagüler. Sie betonten gemeinsam: "Kein Mensch in unserem Land darf jemals um die eigene Sicherheit fürchten müssen, weil er einer Gruppe angehört, gegen die sich menschenfeindliche und mörderische Ideologien richten."

Gleichzeitig sprachen sie den Teilnehmer*­innen der jüngsten Demonstrationen gegen Rechtsextremismus und für Demokratie ihren Dank aus. Es sei wichtig, in diesen Zeiten Gesicht zu zeigen und die Stimme zu erheben.

Am 27. Januar 1945 hatten sowjetische Truppen die Überlebenden des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz im besetzten Polen befreit. Die Nazis hatten dort mehr als eine Million, überwiegend jüdische Menschen ermordet. Seit 1996 wird das Datum in Deutschland als Holocaust-Gedenktag begangen. Der Bundestag widmet sich an diesem Mittwoch dem Gedenken. (cw/dpa)

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